| Veranstaltung: | NEOS Mitgliederversammlung am 10.10.2026 in Linz |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 2 Berichte (Bericht der Vorsitzenden, Leitantrag) |
| Antragsteller_in: | Beate Meinl-Reisinger, Christoph Wiederkehr, Claudia Gamon, Markus Hofer, Sepp Schellhorn, Sophie Wotschke, Yannick Shetty, Indra Collini, Felix Eypeltauer, Birgit Obermüller, Niko Swatek, Christoph Lach, Janos Juvan, Arlette Zakarian, Stephanie Krisper, Anna Stürgkh, Katharina Kainz, Dolores Bakos, Johannes Gasser, Wenzel Röhsner, Bianca Perina, Fiona Fiedler |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 01.10.2026, 06:51 |
| Ersetzt: | Der Reformerfolg gehört den Bürger:innen. Das Risiko den Politiker:innen. |
Der Reformerfolg gehört den Bürger:innen. Das Risiko den Politiker:innen.
Antragstext
Für uns NEOS ist klar: Der Mehrwert erfolgreicher Strukturreformen muss bei den
hart arbeitenden Steuerzahler:innen ankommen – spürbar und automatisch. Denn
bleibt Sparen nur eine Rechenzeile im Budget, entsteht Reformmüdigkeit. Zugleich
dürfen sich populistische Politiker:innen in Bund und Ländern nicht länger aus
der Verantwortung stehlen. Unverantwortliche Schuldenpolitik muss Konsequenzen
haben.
Das Kommentieren ist möglich: von 16.09.2026, 10:00 bis 23.09.2026, 09:59
Zwar hat die Bundesregierung mit ihren Maßnahmen für die kommenden Jahre bereits
rund 100 Milliarden Euro an neuer Verschuldung verhindert. Trotzdem wächst der
heimische Schuldenberg weiter. Österreich gibt mehr aus, als der Staat einnimmt.
Das bisherige Sparen reicht nicht.
Das Kommentieren ist möglich: von 16.09.2026, 10:00 bis 23.09.2026, 09:59
Sobald weitere Strukturreformen – etwa bei Pensionen, Gesundheit oder
Förderungen – Luft im Budget schaffen, wachsen jedoch auch die Begehrlichkeiten
populistischer Politiker:innen. Sie wollen Wahlzuckerl verteilen und
Klientelpolitik betreiben. Vor einem Wahljahr gilt deswegen erst recht: Was
eingespart wurde, darf nicht sofort wieder an einzelne Interessensgruppen
verteilt werden.
Das Kommentieren ist möglich: von 16.09.2026, 10:00 bis 23.09.2026, 09:59
Wir NEOS wollen dem einen Riegel vorschieben. Entsteht durch zusätzliche
Reformen Spielraum, sollen die Steuerzahler:innen direkt davon profitieren und
der Schuldenabbaupfad zugleich konsequent weiterverfolgt werden. Wer reformiert,
schafft Spielraum für die Menschen. Wer Reformen verweigert und seine
Budgetziele verfehlt, bekommt weniger Gehalt.
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So schaffen wir eine einfache Regel: Reformerfolge kommen den Menschen zugute.
Schuldenpolitik hat für die Verantwortlichen Konsequenzen.
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Die Reform-Dividende
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Was der Staat durch Reformen mehr spart als geplant, darf niemand ausgeben –
nicht das Finanzministerium, nicht die Koalition, nicht der nächste Wahlkampf.
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Bisher war es umgekehrt. Hatte der Staat mehr Geld als geplant, fand die Politik
verlässlich eine Verwendung. Und zwar nicht für sinnvolle Zukunftsinvestitionen,
die es selbstverständlich geben muss, sondern für teure Wahlzuckerl und
Klientelpolitik.
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Genau das muss aufhören. Schneidet der Staat beim Defizit besser ab als geplant,
gilt ab jetzt Halbe-halbe: Die Hälfte wird für den weiteren Schuldenabbau
verwendet. Die andere Hälfte kommt als Entlastung bei denen an, die arbeiten und
Steuern zahlen.
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Die Reform-Dividende fließt erst, wenn etwas gelungen ist.
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So funktionierts:
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- Eine unabhängige Stelle, z. B. der Fiskalrat oder der Budgetdienst, stellt
im Frühjahr das bereinigte Defizit fest, ohne Einmal- und Vorzieheffekte.
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- Die Reform-Dividende wird ausgelöst, wenn das Defizit um mindestens 0,1
Prozent des BIP besser ausfällt als geplant.
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- Von diesem Überkonsolidierungsbetrag fließt die Hälfte in den weiteren
Schuldenabbau. Die andere Hälfte bekommen die Steuerzahler:innen im
Folgejahr über einen Freibetrag in der Einkommensteuer zurück.
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- Ein eigenes Gesetz verankert den Automatismus für künftige Budgets. Am
besten im Verfassungsrang.
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Leistungsabhängige Gehälter für Politiker:innen
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Politiker:innen entscheiden über Milliarden und über den Spielraum der nächsten
Generationen. Wer diese Macht hat, muss für die Folgen einstehen.
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In der Privatwirtschaft ist das selbstverständlich. Wer dauerhaft mehr ausgibt,
als er einnimmt, spürt die Konsequenzen. In der Politik fehlt dieser Bezug.
Reformen sind anstrengend. Schulden und Wahlgeschenke auf Kosten der nächsten
Generation sind oft der einfachere Weg und in Österreich seit Jahren die Regel.
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Genau hier wollen wir ansetzen. Wer die Folgen der eigenen Entscheidungen selbst
spürt, entscheidet anders. Deshalb wollen wir einen Teil der
Politiker:innengehälter an die Einhaltung verbindlicher Budgetziele koppeln. Wer
diese Budgetziele erreicht, bekommt das volle Gehalt. Wer neue Schulden macht
oder einen vereinbarten Sanierungspfad verfehlt, muss die Konsequenzen am
eigenen Gehaltszettel spüren.
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So funktionierts:
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- 75 Prozent der Gehälter von Mitgliedern der Bundesregierung bleiben
Fixgehalt.
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- 25 Prozent werden nur ausgezahlt, wenn:
- die Schuldenquote in Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nicht
steigt oder - eine neue Regierung ein übermäßiges Defizit ihrer Vorgänger
übernimmt und den mit der EU vereinbarten Sanierungspfad einhält.
- die Schuldenquote in Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nicht
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- Eine unabhängige Stelle, z. B. der Fiskalrat oder der Budgetdienst,
überprüft die Einhaltung.
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- Ausnahmen sind nur bei klar definierten Krisen wie Pandemien oder einem
schweren wirtschaftlichen Einbruch vorzusehen.
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- Für Mitglieder der Landesregierung sind vergleichbare Regelungen auf
Landesebene einzuführen.
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Reformgewinne gehören den Bürger:innen und der nächsten Generation – nicht
Politiker:innen und ihren eigennützigen Wünschen vor einer Wahl. Zugleich sollen
Politiker:innen, die Entscheidungen für uns alle treffen, die Folgen ihrer
Entscheidungen auch selbst spüren.
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Änderungsanträge
- Ä1 (Andreas R. Boué, Eingereicht)

Kommentare
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