ein Punkt zur Landwirtschaft muss aus meine Sicht in unser Programm
Antrag: | Zukunft Burgenland |
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Antragsteller_in: | Christoph Lach |
Status: | Zurückgezogen |
Eingereicht: | 17.11.2024, 09:43 |
Antrag: | Zukunft Burgenland |
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Antragsteller_in: | Christoph Lach |
Status: | Zurückgezogen |
Eingereicht: | 17.11.2024, 09:43 |
sinnvolle Vorreihung von Prozessen bei denen Kinder involviert sind.
NEUER PUNKT
Landwirtschaft für eine gute Zukunft
Die Landwirtschaft im Burgenland steht vor einer entscheidenden Weggabelung. Die Herausforderungen des Klimawandels, steigende Acker- und damit Pachtpreise, der Ausbau erneuerbarer Energien, Zielkonflikte zwischen Ökologie und Ökonomie sowie die Sicherung der regionalen Wasserversorgung erfordern innovative und nachhaltige Lösungen. NEOS Burgenland steht für eine zukunftsfähige Landwirtschaft, die regionale Wertschöpfung stärkt, nachhaltig wirtschaftet und die Lebensgrundlage für kommende Generationen sichert.
Lebensmittelproduktion und Ernährungssicherheit
Wir sind uns der UN-Nachhaltigkeitsziele bewusst, die Ernährungssicherheit nach der Beseitigung von Armut an zweiter Stelle sieht – während der Klimaschutz als 13. von 17 Zielen steht. Für NEOS Burgenland ist demzufolge die zentrale Aufgabe der landwirtschaftlichen Betriebe, ihren Beitrag für eine stabile und nachhaltige Lebensmittelproduktion in Österreich zu leisten. Dies ist essenziell, um Abhängigkeiten von anderen Weltregionen zu vermeiden und zur Versorgungssicherheit beizutragen.
Wissensgestützte Bewirtschaftung und Klimaschutz mit wirtschaftlichem Nutzen
Eine zukunftsorientierte Landwirtschaft setzt auf den Humusaufbau im Boden, um aktiv CO₂ zu binden, die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern und die Wasserhaltefähigkeit zu erhöhen. Realistisch kann pro Jahr etwa 0,1 % Humusgehalt im Boden aufgebaut werden, was bei einer Ackerfläche von rund 140.000 Hektar im Burgenland etwa 1,4 Millionen Tonnen Bodenmasse entspricht. Da jede Tonne Humus rund 1,8 Tonnen CO₂ bindet, ergibt sich ein jährliches Bindungspotenzial von 252.000 Tonnen CO₂. Dies entspricht der CO₂-Einsparung von bis zu 150 Windkraftanlagen.
NEOS Burgenland steht für gezielten Wissenstransfer, Forschung und Anreize nach dem Vorbild des „Humus-Netzwerks“ aus Deutschland. Gleichzeitig treten wir dafür ein Landwirtinnen und Landwirte für ihre Leistungen im Klimaschutz zu honorieren. Ein CO₂-Preisvergütungssystem soll die nachgewiesene Bindung von CO₂ durch Humusaufbau belohnen und wirtschaftliche Anreize für eine wissensbasierte und nachhaltige Bewirtschaftung schaffen.
Sicherung der Wasserversorgung für Landwirtschaft, Tourismus und Natur
Die Landwirtschaft im Burgenland, insbesondere im Seewinkel, ist stark von Wasserknappheit betroffen. NEOS Burgenland steht für ein aktives Wassermanagement, das überschüssiges Wasser nach regenreichen Perioden – wie zuletzt zwischen 2023 und 2024 – aus dem Hanság gezielt nutzt, anstatt es einfach in den Einserkanal und damit in die Donau abzuleiten. Dieses Wasser soll über ein Pipelinesystem kontrolliert in die natürlichen Grundwasserspeicher der Gemeinden eingeleitet werden, um die Bewässerung in Trockenperioden sicherzustellen, den Zicksee zu stabilisieren und die empfindlichen Ökosysteme der Salzlacken zu stützen.
Das vorgeschlagene Pipelinesystem soll vom Land Burgenland vorfinanziert und langfristig durch eine maßvolle Gebühr für die Wasserentnahme refinanziert werden. Diese Gebühr wird flexibel gestaltet und steht in Kombination mit den Energiekosten. Steigen die Energiekosten, sinken die Wasserentnahmekosten bis auf einen minimalen Beitrag, der Wartung und Betrieb sicherstellt. Diese flexible Finanzierung gewährleistet eine langfristige Nutzung und faire Kostenverteilung.
Ein solches Wassermanagement sichert nicht nur die landwirtschaftliche Lebensmittelproduktion, indem es stabile Erträge auch in Trockenphasen ermöglicht, sondern stärkt auch die touristische Attraktivität der Region. Der Erhalt von Naturlandschaften wie dem Zicksee und den Salzlacken bewahrt die Biodiversität und fördert die regionale Wirtschaft durch einen nachhaltigen Tourismus. Intakte Ökosysteme sind dabei nicht nur ein wichtiger Bestandteil der regionalen Identität, sondern auch ein entscheidender Faktor für Arbeitsplätze im Burgenland.
Technologische Innovation für eine zukunftsfähige Landwirtschaft
Die Digitalisierung und Präzisionslandwirtschaft bieten enorme Chancen, Ressourcen effizienter zu nutzen, Erträge zu steigern und gleichzeitig die Umweltbelastung zu reduzieren. NEOS Burgenland steht für den Ausbau digitaler Infrastrukturen im ländlichen Raum und die Förderung moderner Technologien wie GPS-gesteuerte Maschinen, intelligente Bewässerungssysteme und digitale Plattformen zur besseren Planung und Vermarktung. Diese Innovationen sollen Landwirtinnen und Landwirten den Zugang zu moderner Landwirtschaft erleichtern und die Wettbewerbsfähigkeit der Region sichern.
Bildung, Wissenstransfer und internationale Austauschprogramme
Die Zukunft der Landwirtschaft hängt von jungen Menschen ab, die bereit sind, Betriebe zu übernehmen und neue Wege zu gehen. NEOS Burgenland steht für eine moderne, praxisorientierte Ausbildung, die traditionelle Kenntnisse mit neuesten technologischen Entwicklungen verbindet.
Programme zur Unterstützung des Generationenwechsels müssen Wissenstransfer und Innovation fördern. Zusätzlich setzen wir auf internationale Austauschprogramme nach dem Vorbild von Erasmus, aber auch auf Kooperationen mit Nicht-EU-Staaten wie den USA. Diese Programme bieten jungen Landwirtinnen und Landwirten die Möglichkeit, neue Ansätze kennenzulernen, globale Netzwerke aufzubauen und ihre Praxis durch frische Ideen zu erweitern.
NEOS Burgenland setzt sich dafür ein, jungen Menschen den Einstieg in die Landwirtschaft oder die Übernahme eines Betriebs durch gezielte Unterstützung wie Anschubfinanzierungen und Kreditbesicherungen zu erleichtern.
Gemeinsam für eine zukunftsfähige Landwirtschaft
NEOS Burgenland steht für eine Landwirtschaft, die innovative Bewirtschaftung mit ökonomischem Nutzen verbindet und regionale Ressourcen verantwortungsvoll nutzt. Gleichzeitig sehen wir die Sicherung der Lebensmittelversorgung und den Klimaschutz als zentrale Aufgaben. Mit gezielten Maßnahmen wie Humusaufbau, aktivem Wassermanagement, technologischen Fortschritten und internationalem Austausch schaffen wir eine Landwirtschaft, die Versorgungssicherheit gewährleistet, zum Klimaschutz beiträgt und dabei ökologisch, wirtschaftlich und sozial ausgewogen ist – und damit uns Burgenländerinnen und Burgenländern zugutekommt.
ein Punkt zur Landwirtschaft muss aus meine Sicht in unser Programm
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Das Kommentieren ist möglich: von 30.10.2024, 12:00 bis 22.11.2024, 17:00