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  1. LMVSZBG20260424
  2. Antrag von Mitgliedern

Wirtschaftsstandort Salzburg und Arbeitsplätze: Wie wir es schaffen, den Wirtschaftsstandort Salzburg zu stärken

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Veranstaltung:Landesmitgliederversammlung Salzburg 24.04.2026
Tagesordnungspunkt:4 Anträge
Antragsteller_in:Bernhard Bachofner, Hubert Bergauer, Katrin Elborgh, Arthur Kienberger, Lukas Rupsch
Status:Eingereicht
Eingereicht:13.04.2026, 11:08
Ersetzt:Wirtschaftsstandort Salzburg und Arbeitsplätze: Wie wir es schaffen, den Wirtschaftsstandort Salzburg zu stärken
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Antragstext

Salzburg ist nicht zuletzt aufgrund seiner geografischen Lage einer der
wichtigsten Wirtschaftsstandorte in ganz Österreich und in der umliegenden
Region. Das Bundesland gehört zu den wirtschaftlich stärksten, aufgrund seiner
Industrie, des Tourismus und der insgesamt mehr als 11.000 Betriebe. Dies
schließt auch Global Player ein, wie z.B. RedBull, Palfinger oder Geislinger und
andere. Zweifelsohne haben diese und weitere große Unternehmen Vorbildwirkung
für den Unternehmergeist und den Wirtschaftsstandort Salzburg im Allgemeinen.
Dazu kommen viele kleinere Unternehmen, die ebenfalls weltweit tätig sind.

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Das Kommentieren ist möglich: von 31.03.2026, 18:00 bis 07.04.2026, 18:00

Unternehmen stehen in Salzburg vor ernomen Herauforderungen. Hohe Personal- und
Lohnkosten, bürokratische Hürden sowie eine nur unvollständig ausgebaute
Infrastruktur, hohe Wohnkosten für bestehende und zukünftige Mitarbeiter:innen,
sind nur einige der zahlreichen Themen, die den Druck auf Unternehmen vergößern.
Für NEOS Salzburg ist klar, dass aufgrund der sich verändernden demografischen
wie auch politischen Situation sowie einer sehr herausfordernden Weltwirtschaft
Handlungsbedarf im Bundesland Salzburg besteht. Um das Potenzial des Standortes
Salzburg sinnvoll auszuschöpfen, ist es notwendig, auf Missstände aufmerksam zu
machen, um in weiterer Folge, mit zielführenden strukturellen Reformen in den
unterschiedlichsten Bereichen, Unternehmen und damit auch Arbeitnehmer:innen
bestmöglich zu entlasten. Dies beinhaltet die Senkung der Energiekosten, die
Schaffung von Visionen durch Innovation und die Stärkung des Unternehmergeistes,
auch beim Thema Bildung.

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Zu den folgenden fünf Schwerpunktthemen haben NEOS Salzburg Herausforderungen,
Potenziale und Maßnahmen erarbeitet, damit für bestehende sowie zukünftige
Unternehmen bestmögliche Rahmenbedingungen geschaffen werden können. Die
nachfolgend aufgeführten Themen betreffen nicht nur Salzburg, sondern z.T. ganz
Österreich oder auch andere EU-Länder. Dieser Antrag zielt darauf ab, den
umfangreichen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen mit gezielten
Maßnahmen im Bundesland Salzburg zu begegnen und diese in aktuelle
Reforminitiativen auf Bundesebene zu integrieren

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1. Entbürokratisierung

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Das Thema Bürokratie stellt für Unternehmen ein enormes Problem dar, das nicht
nur viel Zeit kostet, sondern vor allem personelle und organisatorische
Mehrkosten verursacht. Nicht nur die Kosten der Unternehmensgründung sind hoch,
auch der längerfristig von bürokratischen Hürden verursachte zeitliche
Mehraufwand kostet Unternehmen Ressourcen und verursacht damit finanzielle und
personelle Belastungen.

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NEOS Salzburgfordern, die Modernisierung und Vereinfachung von
Verwaltungsabläufen sowie die Digitalisierung sämtlicher organisatorischer und
administrativer Prozesse im Bundesland voranzutreiben. Im Speziellen soll die
Nutzung von europäisch entwickelten KI-Tools in der Landesverwaltung ausgebaut
werden, um verwaltungstechnischen Aufwand zu begrenzen und Abläufe damit
effizienter zu gestalten.

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2. Unternehmensgründungen

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Salzburg ist – was die Gründung von Unternehmen betrifft – eines der wichtigsten
Bundesländer in ganz Österreich. Allein 2025 gab es 2.545 Unternehmensgründungen
im Bundesland, ein Anstieg von fünf Prozent im Vergleich zu 2024. Aus diesem
Grund ist es wichtig, zielgerichtete Anreize vor allem für Jungunternehmer:innen
und StartUps zu schaffen. Das Land Salzburg muss es sich zur Aufgabe machen, als
Anlaufstelle zu dienen, damit Unternehmen die Möglichkeit haben, ihre
Innovationen zu präsentieren und für alle weiteren Schritte die richtigen
Ansprechpartner:innen zu finden.
Dafür braucht es keine weiteren Förderungen,
sondern eine verbesserte Organisation der einzelnen Verwaltungsbereiche auf
Landesebene. Zudem ist es wichtig, an bereits Bestehendes anzuknüpfen und
vorhandende Strukturen auch bundesländerübergreifend zu nutzen. Durch
Kooperationen können Jungunternehmer:innen ihre Chancen bestmöglich wahrnehmen.

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Zudem fordern NEOS mehr Raum für Gründungen.

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Generell braucht es bei diesem sowie jedem anderen Thema, den Mut etwas zu
verändern und den Mut etwas zu tun.

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Dies beinhaltet nicht nur die Schaffung von mehr Wohnraum für potenzielle
Arbeitnehmer:innen, sondern auch Gründungen in räumlicher Nähe zu Universitäten
und Fachhochschulen, um die dort vorhandenen Potenziale bestmöglich zu nutzen.
Die Schaffung strategischer Entwicklungszonen, vor allem für StartUps, setzt
durchdachte und zukunftsorientierte Raumordnungskonzepte sowie die
Bereitstellung der erforderlichen Infrastruktur voraus.

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3. Universitäten und Innovation

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In Bezug auf den vorherigen Punkt und die Schaffung von Entwicklungszonen, vor
allem an bestehenden Universitäten und Fachhochschulen, ist es in weiterer Folge
wichtig, die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Universitäten und
Fachhochschulen zu stärken. Unbestritten gibt es unzählige Bereiche, in welchen
Forschungspotenziale in Unternehmen gestärkt werden können. Für NEOS Salzburg
ist jedoch klar, dass in einem ersten Schritt der Ausbau bestehender Bereiche
und Strukturen vorrangig ist
. Unternehmen bestmöglich zu fördern, bedeutet daher
nicht nur, dass finanzielle Unterstützung gewährt wird, sondern Förderung
entsteht auch durch die Bereitstellung der erforderlichen Rahmenbedingungen für
Innovationen und deren Entwicklung
.

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4. Förderungen

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Eine Förderung ergibt aus Sicht von NEOS nur dort Sinn, wo ein
volkswirtschaftliches „Marktversagen“ vorliegt, das den Eingriff durch das Land
erfordert. Der sogenannte Förderdschungel ist allerdings in Salzburg sowohl auf
Landes-, als auch auf Gemeindeebene allgegenwärtig. Über 500 Gemeindeförderungen
und 280 Landesförderungen (die meisten in ganz Österreich) sprechen eine klare
Sprache. Um auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten wieder Raum für
Investitionen schaffen zu können, fordern NEOS konkret:

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  • Die Abschaffung von Doppelförderungen verschiedener Gebietskörperschaften
    (Land- und Gemeindeebene)
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  • Die Abschaffung/Konsolidierung von Kleinstpositionen, bei denen der
    Verwaltungsaufwand höher ist als der Förderbetrag
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  • Die Abschaffung von Förderpositionen/Programmen, die Einzelpersonen
    betreffen, oder die nur Mitnahmeeffekte begünstigen
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  • Vorrang für investive, statt konsumtiv orientierte Förderprogramme,
    zugunsten von Innovation und Technologieentwicklung.
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Für NEOS ist klar, dass eine treffsichere Förderung von Unternehmen eine
verbesserte Handhabung von Förderprogrammen erfordert, indem wir den Zugang zu
EU-Förderungen für KMU durch Stärkung des EU-Verbindungsbüros des Bundeslandes
erleichtern und eine digitale Plattform für Förderanträge, die die
Mehrfacheingabe von Daten reduziert, schaffen. All das setzt auch voraus, dass
Förderprogramme besser an Unternehmen kommuniziert werden.

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5. Industrie

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Die Industrie ist in Salzburg einer der wichtigsten wirtschaftlichen Eckpfeiler,
der nicht nur 28% der regionalen Bruttowertschöpfung ausmacht, sondern zugleich
mit 271.862 Beschäftigten einer der wichtigsten Arbeitgeber im Bundesland
Salzburg ist. Für NEOS im Bund – siehe Industriestrategie 2035 – sowie im
unserem Bundesland ist es daher wichtig, die Industrie bestmöglich zu stärken
und Herausforderungen offen zu benennen.

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Unternehmen werden vor allem von hohen Lohnneben- sowie Energiekosten, vom
umfangreichen Bürokratieaufwand sowie von einer nicht zufriedenstellenden
Verkehrssituation an der Ausschöpfung ihrer Potenziale gehindert. Fakt ist, dass
die derzeitige Verkehrssituation, in der Stadt Salzburg ebenso wie im Flachgau
oder Innergebirg, ein enormer Kostenfaktor ist. Daher braucht es umfangreiche
konzeptionelle Verbesserungen sowie erhebliche Investitionen, insbesondere in
den Schienenverkehr, sowie den zielgerichteten Ausbau des öffentlichen Verkehrs
.
Beim Faktor Energiekosten steht Salzburg vor der Herausforderung, dass diese
durch den größten Landesenergieversorger festgelegt werden und vor allem der
Arbeitspreis den Strompreis maßgeblich in die Höhe treibt. Für NEOS Salzburg ist
daher das Einwirken der Landespolitik auf landeseigene Anbieter erforderlich, um
die hohen Strompreise zu senken. Die Zielsetzung muss sein, innovative
technische und finanzielle Lösungen zu finden und mit den Dividenden nicht die
Budgetlöcher zu stopfen.

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NEOS fordern weiters, ungenutzte Infrastruktur, sowie leerstehende Gebäude
umzuwidmen und zu mobilisieren, um strategische industrielle Entwicklungszonen
entstehen zu lassen
. Auf diesem Weg kann auch neuer Wohnraum geschaffen und die
in Salzburg vorherschende Pendlerproblematik entschärft werden.

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