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            <title>Landesmitgliederversammlung NEOS Wien am 16.11.2024: Anträge</title>
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                <title>Landesmitgliederversammlung NEOS Wien am 16.11.2024: Anträge</title>
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                        <title>Ausführungsbestimmungen NEOS Wien</title>
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                        <author>Christoph Wiederkehr, Markus Ornig, Andreas Köb, Selma Arapovic, Bettina Emmerling, Yannick Shetty, Stephanie Krisper, Johannes Bachleitner, Jing Hu, Johanna Adlaoui Mayerl, Lukas Burian, Maria In der Maur-Koenne, Stefan Gara, Yousef Hasan, Sena Beganovic, Philipp Kern  (Mitglieder des Erweiterten Landesteams NEOS Wien)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zur Durchführung von etwaigen Nachwahlen in den Bezirken werden der allfälligen Wiener Landesmitgliederversammlung folgende Ausführungsbestimmungen (gem. NEOS Satzung 16.5.1.) zum Beschluss vorgelegt:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Gültigkeitszeitraum der Ausführungsbestimmungen<br><br>
Die Ausführungsbestimmungen sind für die Versammlungen der Mitglieder in den Bezirken im Zeitraum ab Beschluss bis zum Ende der Funktionsperiode der Wiener Bezirksteams, die im Zeitraum November 2023 und Dezember 2023 gewählt wurden, gültig.<br></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Stimmrecht
<ul><li>Stimmberechtigt sind alle NEOS Wien Mitglieder, die
 <ol><li>fristgerecht ihre Bezirkszugehörigkeit bekannt gegeben haben<br>
 und<br><br><em>Die Frist für die Bekanntgabe der Bezirkszugehörigkeit endet</em><br><em>am 10. </em><em>Tag vor der Versammlung der Mitglieder im Bezirk, 12:00 Uhr. Sollte durch das Mitglied kein Bezirk bekannt gegeben werden, dann gilt der Bezirk der letzten an NEOS bekannt gegebenen Adresse als Bezirkszugehörigkeit. Die Bezirkszugehörigkeit ist dem Landesbüro über die Mailadresse </em><a href="mailto:wien@neos.eu"><em>wien@neos.eu</em></a><em> bekanntzugeben.</em><br></li><li>sich fristgerecht zur Versammlung der Mitglieder im Bezirk<br>
 angemeldet haben und<br><br><em>Mitglieder, die von ihrem Wahlrecht bei der Versammlung der</em><br><em>Mitglieder im Bezirk Gebrauch machen wollen, müssen sich aus organisatorischen Gründen bis 72 Stunden vor Beginn der</em><br><em>Versammlung der Mitglieder im Bezirk zu dieser anmelden – via</em><br><em>E-Mail, NEOS 2 Go oder Website.</em></li><li>fristgerecht ihren Mitgliedsbeitrag beglichen haben.<br><br><em>Der Stichtag für die Bezahlung</em><br><em>des Mitgliedsbeitrags liegt 7 Werktage vor der</em><br><em>jeweiligen Versammlung der Mitglieder im Bezirk. D.h., dass</em><br><em>der Mitgliedsbeitrag bis zu diesem Zeitpunkt am NEOS Konto</em><br><em>eingelangt sein muss.</em><br></li></ol></li></ul></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Die Frist für die Erlangung der Mitgliedschaft – und der damitzusammenhängenden aktiven &amp; passiven Wahlberechtigung im Bezirk – endet mit Ablauf des 10. Tages vor der Versammlung der Mitglieder im Bezirk.<br></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li>Frist für die Einladung zur Versammlung der Mitglieder im Bezirk<br><br>
Eine Einladung der Bezirksmitglieder muss spätestens 14 Tage vor dem jeweiligen Versammlungstermin erfolgen. Die Einladung an die Mitglieder erfolgt durch das Landesbüro.<br></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li>Quorum für die Versammlung der Mitglieder im Bezirk<br><br>
Es ist kein Mindestquorum für die Versammlung der Mitglieder im Bezirk<br>
vorgesehen.<br></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li>Zulässige Tagesordnungspunkte<br><br>
Bei den Versammlungen der Mitglieder in den Bezirken sind folgende Tagesordnungspunkte zulässig:<br><br>
– Nachwahl einzelner Mitglieder des Bezirksteams<br>
– Bericht des Bezirksteams über die Bezirksaktivitäten<br>
– Finanzbericht<br></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li>Art der Teilnahme an der Versammlung der Mitglieder im Bezirk<br><br>
Eine Teilnahme an der Versammlung der Mitglieder im Bezirk ist ausschließlich physisch möglich.<br></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="8"><li>Sitzungsleitung<br><br>
Die Sitzung wird von einem Mitglied des Erweiterten Landesteams (inkl.<br>
kooptierte Mitglieder) geleitet, welches vom ELT bestimmt wird. Er/Sie wird bei der Sitzungsleitung durch eine:n Mitarbeiter:in aus dem Landesbüro unterstützt. Es ist sicherzustellen, dass immer zumindest 2 Personen die Sitzungsleitung bilden.<br></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="9"><li>Auszählung<br><br>
Die Auszählung der Stimmen zur Wahl des Bezirksteams erfolgt durch die Sitzungsleitung und eine:n Mitarbeiter:in des Landesbüros.<br></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="10"><li>Passive Wahlberechtigung für Bezirksteams<br><br>
Zur Kandidatur zugelassen sind alle NEOS Wien Mitglieder, die eine Bezirksmitgliedschaft im Wahlbezirk vorweisen können und ihren Mitgliedsbeitrag für das laufende Kalenderjahr beglichen haben. Die Bezirksmitgliedschaft ist ausschließlich für einen Wiener Gemeindebezirk gültig.<br></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="11"><li>Mehrfachkandidaturen<br><br>
Mehrfachkandidaturen innerhalb eines Bezirks sind zulässig. Ein:e Kandidat:in kann für alle zur Wahl stehenden Funktionen kandidieren.<br></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="12"><li>Fristen für Kandidatur<br><br>
Die Einreichung aller beizubringenden Unterlagen hat durch die Kandidat:innen spätestens bis zum 10 Tag, 12:00 Uhr, vor der Versammlung der Mitglieder im Bezirk zu erfolgen. Die Unterlagen sind ausschließlich unter der Mailadresse <a href="mailto:wien@neos.eu">wien@neos.eu</a> einzureichen.<br></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="13"><li>Beizubringende Unterlagen:
<ol><li>Motivationsschreiben (max. 1 Seite)<br>
 Kandidat:innen für die Funktion des/der Bezirkssprecher:in müssen<br>
 in dem Motivationsschreiben außerdem deklarieren, wie viele weitere<br>
 Mitglieder im Bezirksteam – im Falle einer erfolgreichen Wahl als<br>
 Bezirkssprecher:in – zur Wahl stehen sollen.</li><li>Lebenslauf mit Foto</li><li>Foto (für Kandidat:innenseite, selbstständig hochgeladen)<br></li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="14"><li>Fristen für Kandidat:innenseite (Online-Dialog)<br><br>
Alle Kandidat:innen müssen bis zum 7. Tag vor der Versammlung der Mitglieder im Bezirk, 12:00 Uhr, ein Kandidat:innenprofil auf der NEOS Vorwahlseite eingerichtet haben. Sollte der 7. Tag auf keinen Werktag – wie z.B. Wochenende oder Feiertag – fallen, verschiebt sich die Frist auf den nächsten Werktag.<br></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="15"><li>Wahl des Bezirksteams<br><br>
Die Wahl des Bezirksteams gestaltet sich wie folgt:<br><br>
Die Wahl erfolgt von Funktion zu Funktion in der Reihenfolge:<br>
Bezirkssprecher:in, Bezirkssprecher:in-Stellvertreter:in, Weiteres<br>
Mitglied des Bezirksteams.<br><br>
Jede:r Kandidat:in kann sich für die jeweilige Funktion präsentieren.<br>
Jede:r Kandidat:in hat dazu 2 Minuten Zeit. Die Reihenfolge der<br>
Präsentationen der Kandidat:innen ist in alphabetischer Reihenfolge. Nach<br>
der Präsentation sind Fragen durch die Mitglieder bzw. deren Beantwortung<br>
durch die Kandidat:innen zulässig.<br><br>
Nachdem die Präsentationen aller Kandidat:innen für eine Funktion erfolgt<br>
sind, wird die jeweilige Funktion gewählt. Eventuelle Stichwahlen erfolgen<br>
direkt im Anschluss an die Wahl. Jede Funktion ist einzeln zu wählen.<br><br>
Für eine Funktion gewählt ist, wer die absolute Mehrheit (mehr als 50%)<br>
der abgegebenen gültigen Stimmen (einschließlich Enthaltungen) auf sich<br>
vereint. Können mehrere Plätze besetzt werden und kandidieren mehr<br>
Personen als Plätze zu vergeben sind, so gelten die Personen mit den<br>
meisten Stimmen als gewählt, sofern sie eine absolute Mehrheit der<br>
abgegebenen gültigen Stimmen auf sich vereinen. Gültig sind Stimmen, die<br>
auf nicht mehr Kandidat:innen lauten als Funktionen zu wählen sind.<br><br>
Jeder Wahlgang erfolgt einzeln für jede Funktion. Die Ergebnisse werden<br>
nach jedem Wahlgang direkt ausgezählt und verkündet.<br></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="16"><li>Wahlprocedere<br><br>
Die Wahl erfolgt mittels Stimmzettel in einer geheimen Wahl.</li></ol></div></div><h2>Begründung</h2><h2>PDF-Upload</h2>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 06 Nov 2024 10:55:31 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Generation KI in der Schule der Zukunft</title>
                        <link>https://antragsschmiede.neos.eu/lmv_wien_241116/Generation_KI_in_der_Schule_der_Zukunft-23554</link>
                        <author>Stefan Gara, Bettina Emmerling, Elisabeth Petracs , Christine Hahn, Baubak Bajoghli </author>
                        <guid>https://antragsschmiede.neos.eu/lmv_wien_241116/Generation_KI_in_der_Schule_der_Zukunft-23554</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Künstliche Intelligenz (KI) revolutioniert die Art und Weise, wie wir lernen, forschen und arbeiten. KI ist längst nicht mehr nur ein Zukunftsthema, sondern aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ob wir Sprachassistenten wie Siri nutzen, Empfehlungen auf Streaming-Plattformen erhalten, Texte mit ChatGPT erstellen oder personalisierte Produktempfehlungen im Onlinehandel sehen – KI ist überall und oft tief in Anwendungen integriert (KI inside). Auch vor dem Klassenzimmer macht diese Technologie nicht halt. KI-basierte Algorithmen wirken zunehmend als disruptive Kraft im Bildungssystem und verändern das Lernen und Lehren grundlegend. Von adaptiven Lernsystemen über automatisierte Bewertungsverfahren bis hin zu virtuellen Assistenten bietet KI eine Vielzahl von Möglichkeiten, den Unterricht noch kreativer und individueller zu gestalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Doch die zunehmende Präsenz von KI in Schulen wirft auch Fragen auf: Wie verändert sie das Rollenbild von Lehrer:innen und Schüler:innen? Welche ethischen und datenschutzrechtlichen Herausforderungen müssen bedacht werden? Und wie kann eine Balance zwischen digitalen Technologien und analogem Lernen gewährleistet werden?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eines ist sicher: KI ist dabei, das Bildungssystem zu revolutionieren – doch es liegt an uns, dafür zu sorgen, dass diese Veränderungen positiv und nachhaltig sind. Die Integration von KI in Schulen bietet ein enormes Potenzial, auch für eine Neuausrichtung des Informatikunterrichts. Traditionelle Lehrmethoden und Lernprozesse werden sich radikal verändern, was neue Chancen eröffnet, aber auch große Herausforderungen mit sich bringt. Dies betrifft sowohl die Art und Weise, wie Wissen vermittelt wird, als auch die Rolle der Lehrenden und Lernenden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die reflexartigen Diskussionen um die vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) durch den Einsatz von ChatGPT haben gezeigt: Wir brauchen dringend Veränderungen im Bildungssystem, um frühzeitig und aktiv mit den Auswirkungen digitaler Technologien wie Künstlicher Intelligenz umgehen zu lernen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein wesentlicher Baustein ist für uns die Schulautonomie. Schulen sollen ihre pädagogischen Ansätze individuell gestalten, während sie bundesweit einheitliche klare Orientierungshilfen für den Einsatz von KI und digitalen Werkzeugen erhalten. Neben der Förderung des digitalen Lernens legen wir großen Wert darauf, dass Kinder weiterhin viele natürliche, praktische und spielerische Lernerfahrungen machen können. Das Spielen im Freien, körperliche Aktivitäten und Interaktionen in der realen Welt sind nach wie vor von grundlegender Bedeutung in der frühkindlichen Umgebung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Politik spielt eine zentrale Rolle dabei, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Bildung aktiv zu gestalten, Rahmenbedingungen zu schaffen und sicherzustellen, dass die Vorteile von KI bestmöglich genutzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei sind mehrere zentrale Aspekte zu berücksichtigen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><strong>Ethik und Spielregeln</strong>: Ethische Standards und Richtlinien (vgl EU AI Act, IEEE Ethically Aligned Design) für den Einsatz von KI in Wiener Schulen sind notwendig. Es muss sichergestellt werden, dass KI-Systeme transparent, fair und vorurteilsfrei sind. Dazu gehört auch der Schutz der Daten von Schüler:innen und Lehrer:innen, um Missbrauch und Überwachung zu verhindern. KI-Inhalte müssen klar gekennzeichnet sein. Das schafft Vertrauen und Akzeptanz.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><strong>Zugangsgerechtigkeit</strong>: Um die digitale Kluft nicht weiter zu vertiefen, muss die Politik sicherstellen, dass alle Wiener Schüler:innen unabhängig von ihrem sozioökonomischen Hintergrund Zugang zu KI-gestützten Lernmitteln (zB adaptive Lernplattformen) haben. Chancengleichheit in der Bildung muss auch im digitalen Zeitalter gewährleistet bleiben.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><strong>Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte</strong>: Nur durch eine angemessenes Aus- und Weiterbildungsangebot für Wiener Lehrkräfte kann sichergestellt werden, dass die Vorteile der Technologie effektiv in den Unterricht integrieren und gleichzeitig ihre pädagogische Rolle wahrnehmen können.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><strong>Forschung und Innovation</strong>: Forschung und Innovation im Bereich KI und Bildung müssen gefördert werden, um neue und effektivere Ansätze für die Nutzung der Technologie zu entwickeln und Risiken zu minimieren.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li><strong>Partizipation und Dialog</strong>: Schließlich sollte ein laufender Dialog mit Wiener Pädagog:innen, Schüler:innen, Eltern und Technologieunternehmen etabliert werden, um eine verantwortungsvolle und inklusive Nutzung von KI an den Wiener Schulen zu ermöglichen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Künstliche Intelligenz ist nicht neutral, sondern von menschlichen Werten, Entscheidungen und Handlungen geprägt. Bei ihrer Entwicklung und Anwendung müssen daher ethische Überlegungen, Chancengerechtigkeit und das Wohl des Einzelnen berücksichtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der <strong>Digitale Humanismus</strong> als Leitmotiv fungiert dabei als Brücke zwischen technologischer Entwicklung und humanistischen Werten. Technologie muss so gestaltet und eingesetzt werden, dass sie den Menschen in den Mittelpunkt stellt, seine Freiheiten unterstützt und zu einer gerechteren, inklusiveren Gesellschaft beiträgt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Das kreative Potenzial von generativen KI-Technologien nutzen</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bildung im digitalen Zeitalter geht weit über die reine Wissensvermittlung hinaus. Sie umfasst das Erlernen digitaler Kompetenzen und die Entwicklung von Fähigkeiten, die notwendig sind, um sich sicher und selbstbewusst in einer vernetzten Welt zu bewegen. Im Mittelpunkt steht die Fähigkeit, Technik nicht nur zu nutzen, sondern kreativ einzusetzen, aber auch kritisch zu hinterfragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Generative KI bringt eine neue Dimension ins Klassenzimmer, die das Lernen und Lehren grundlegend verändert, indem sie eine dynamische und kreative Lernumgebung schafft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Generative KI, wie ChatGPT, Midjourney, etc., erstellt selbstständig Inhalte. Sie kann Texte und Bilder verfassen, Fragen beantworten, kreative Aufgaben lösen und personalisierte Lernhilfen anbieten, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Lernenden zugeschnitten sind. Anstatt nur auf vorgefertigte Inhalte zuzugreifen, können Lernende neue Informationen oder kreative Ergebnisse direkt von der KI erhalten. Dadurch wandelt sich das Lernen von einem reaktiven zu einem proaktiven und explorativen Prozess. Dieser Umbruch führt auch bei einigen zu Verunsicherung. Wir sehen das große Reformpotenzial von KI sehr positiv, sind aber nicht naiv technologiegläubig. Daher müssen wir in den Wiener Schulen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>„Flügel heben“ im digitalen Raum</strong>: Generative KI-Technologien wie Sprachmodelle und Bildgeneratoren erfordern neue Grundfertigkeiten, die über das hinausgehen, was bisher im traditionellen Bildungskontext vermittelt wurde. Dazu gehören Medienkompetenz und kritisches Denken, Verständnis der Funktionsweise von KI und Datenkompetenz, Prompting und Interaktion mit KI-Systemen (z. B. Interpretation von Ergebnissen), Kreativität und Problemlösungskompetenz für projektbasiertes Lernen, Ethik und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit KI, Teamarbeit mit KI-Unterstützung, kollaborative Lernumgebungen. Die digitale Grundbildung muss ein viel breiteres Spektrum vermitteln und ist in dieser Hinsicht dringend reformbedürftig.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Digitale Bildung ab der Volksschule ermöglichen</strong>: Der Schwerpunkt sollte auf kreativen und spielerischen Ansätzen liegen, die das logische Denken fördern. Kinder sollten schon früh die Möglichkeit haben, erste Algorithmen zu entwickeln, Aufgaben „unplugged“ zu lösen und mit visuellen Programmiersprachen wie Scratch zu experimentieren. So wird Informatik zum spannenden Abenteuer.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Vielfalt und Chancengleichheit im Klassenzimmer fördern: </strong>Inklusion bedeutet, jedes Kind bestmöglich zu fördern. Inklusive Lernumgebungen betrachten Vielfalt als Bereicherung und fördern individuelle Stärken. KI-Anwendungen unterstützen dies, indem sie personalisierte Lernwege gestalten. Dadurch können neurodiverse Lernende ihr Potenzial voll ausschöpfen. KI-gestützte Systeme fördern das selbstgesteuerte Lernen, indem sie flexible Lerninhalte anbieten. Eine Schule, in der alle Kinder ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert werden, schafft die Grundlage für eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Rahmenbedingungen für den Einsatz von KI in den Wiener Schulen</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um den Einsatz von KI im schulischen Kontext zu ermöglichen, ist ein Paradigmenwechsel im Bildungssystem notwendig. Dazu gehören die ausreichende Finanzierung und Bereitstellung von digitaler Infrastruktur an Schulen, die flächendeckende Ausstattung mit WLAN, die Reform der Schulbuchaktion für digitale Lernmittel und die Bereitstellung von digitalen Endgeräten wie Laptops, Tablets etc. für Schüler:innen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine transparente Darstellung der bestehenden Datenschutzbestimmungen für Schulen ist notwendig, um Datenschutz und Datensicherheit zu gewährleisten. Schulungs- und Qualifizierungsangebote für Lehrer:innen und die Einbindung von Bildungstechnologie-Spezialist:innen in Schulen sind weitere wichtige Schritte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Digitale Infrastruktur stärken: </strong>Digitale Ausstattung in Schulen sollte so selbstverständlich sein wie das Licht im Klassenzimmer. Moderne Infrastruktur wie schnelles WLAN und digitale Endgeräte sind grundlegende Voraussetzungen für zeitgemäßen Unterricht. Mit der Initiative „Schule Digital“ wird in Wien massiv in digitale Netzwerke und Endgeräte investiert. Dies ist mehr als eine technische Aufrüstung – es ist ein klares Bekenntnis zu einer zukunftsorientierten Bildung. Künftig müssen vor allem Investments in digitale Unterrichtsmittel wie z.B. Smartboards, Projektoren oder digitale Flipcharts verstärkt werden, damit diese flächendeckend zur Verfügung stehen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>KI professionell in die Schulorganisation integrieren: </strong>Wir fordern den Einsatz von KI-Systemen in der Schulverwaltung. KI erleichtert Verwaltungsprozesse, von der Stundenplanerstellung bis zur Kommunikation mit Eltern. Das schafft Freiräume für die pädagogische Arbeit. KI-gestützte Kommunikationstools können zudem bestehende Sprachbarrieren überwinden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>KI-Kompetenz für Lehrkräfte entwickeln</strong>: Lehrer:innen müssen geschult werden, um KI im Unterricht effektiv nutzen zu können. Die Ausbildung sollte technologisches, ethisches und kritisches Denken sowie einen bewussten Umgang mit KI vermitteln. Zudem werden Soft Skills im Lehrberuf noch wichtiger, da sich der Fokus auf zwischenmenschliche Fähigkeiten verschiebt. KI- und digitale Didaktik müssen in Lehrerausbildungen verpflichtend und umfassend integriert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Externe Bildungsangebote in die Schulen bringen</strong><br>
Mit den Wiener Bildungschancen stehen allen allgemeinbildenden Pflichtschulen in Wien vielfältige externe Angebote u.a. zu Digitaler Bildung &amp; KI für Schüler:innen zur Verfügung. Damit können Lehrkräfte aus einer Vielzahl von Workshop-Angeboten auswählen und für die Schulklassen buchen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>KI-Kompetenzzentrum für Schulen etablieren</strong>: Dabei erhalten Lehrkräfte Unterstützung im effektiven Umgang mit KI-Tools (zB durch KI-Assistenten). Ebenso werden Vernetzungsformate angeboten, die den Austausch von Best Practices und die Zusammenarbeit im Bildungsbereich fördern sowie auch die Beschaffung von Lizenzen für datenschutzkonforme KI-Tools. Einrichtungen wie Bildungshubs können als Center of Excellence beginnend in Wien mit Vorbildwirkung für ganz Österreich etabliert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Leistungsbeurteilung neu denken - Prozessorientierung vor Ergebnisorientierung: </strong>Die Leistungsbeurteilung muss überdacht werden, um den Veränderungen durch digitale Werkzeuge Rechnung zu tragen. Eine prozessorientierte Bewertung, die den Einsatz digitaler Technologien einbezieht, sollte im Vordergrund stehen. In manchen Schulen gibt es sogenannte „KI-Schreibwerkstätten“. Schüler:innen schreiben eigene Texte mit KI-Feedback und müssen ihre Überlegungen dokumentieren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>KI verändert die Bildungsmedien</strong><strong>:</strong>Das Schulbuch wird hybrid. Ideal ist eine Kombination aus analogen und digitalen Medien, ergänzt durch Augmented Reality. Digitale Medien ermöglichen zudem individualisiertes Lernen. Ein ausgewogener Einsatz von analogen und digitalen Lernmethoden ist entscheidend für eine optimale Entwicklung der Schüler:innen. Soziale Beziehungen und analoge Aktivitäten werden ebenso gefördert wie digitale Kompetenzen. KI kann als Ergänzung zu traditionellen Bildungsmedien gesehen werden. Während Schulbücher als strukturierte Lehrmittel fungieren, bietet KI die Möglichkeit, diese Inhalte individuell anzupassen. Es ist zu untersuchen, wie KI und Bildungsmedien zusammenwirken können, um eine optimale Lernumgebung zu schaffen. Entscheidend ist dabei die zentrale Qualifizierung und Zertifizierung der zu verwendenden Software und Apps, damit sich die jeweiligen Lehrkräfte nicht um die Qualitätsstandards kümmern müssen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>KI &amp; digitale Technologien zielgerichtet einsetzen und Auswirkungen evaluieren</strong>: Die übermäßige Nutzung digitaler Geräte kann erhebliche Auswirkungen auf die kognitive und körperliche Gesundheit von Kindern und Jugendlichen haben. Digitale Geräte, insbesondere Smartphones, bieten unzählige Reize, die das Gehirn ständig verarbeiten muss. Diese dauerhafte Reizüberflutung kann zu Konzentrationsschwierigkeiten führen und die Aufmerksamkeitsspanne der Schüler:innen verringern. Die Schule hat hier eine gesellschaftspolitische Verantwortung, den Umgang mit digitalen Technologien zu steuern und ein gesundes Lernumfeld zu schaffen. Daher sollte die Nutzung von privaten Mobiltelefonen in Wiener Schulen stark eingeschränkt werden. Mittlerweile setzen in Europa immer mehr Länder wie beispielsweise Finnland, Lettland auf eine striktere Regulierung bis hin zu Verboten von Handys im Schulalltag.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Evidenzbasierte Governance und langfristige Wirkungsanalyse sicherstellen: </strong>Politische Maßnahmen zum Einsatz von KI in Wiener Schulen sollten auf fundierten und belegbaren Fakten beruhen, die den tatsächlichen Nutzen und die Risiken der Technologie aufzeigen. Das umfasst sowohl die Auswirkungen auf den Lernerfolg der Schüler:innen als auch auf den Arbeitsalltag der Lehrkräfte. Ebenso sollten die digitalen Kompetenzen der Schüler:innen regelmäßig evaluiert und die Maßnahmen einer Wirkungskontrolle unterzogen werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Städtische Bibliotheken zu kreativen Lernorten entwickeln: </strong>Als offene „Bildungszentren“ bieten Bibliotheken eine moderne Lernumgebung mit vielfältigen Programmen zu Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und Medienkompetenz für Menschen aller Altersgruppen. Sie fördern damit den Zugang zu Wissen, die digitale Teilhabe und den sicheren Umgang mit neuen Technologien. Auch Museen sind wichtige Bildungsorte. So bietet etwa das mumok für Kinder und Jugendliche Kurse zu Creative Learning &amp; KI an, um Kunst interaktiver und mit neuen Perspektiven zu erleben. Solche Angebote sollen weiter ausgebaut werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>KI und Demokratie in Wiener Schulen</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Schule spielt eine Schlüsselrolle bei der Förderung von Demokratie und digitaler Kompetenz. Generative KI hat das Potenzial, massenhaft Desinformationen zu generieren und zu verbreiten. Mithilfe von Algorithmen können gezielte Fake News und Deepfakes erstellt werden, die glaubwürdig erscheinen und die öffentliche Meinung manipulieren. Gleichzeitig lässt sich diese Technologie nutzen, um solche falschen Inhalte zu erkennen und zu bekämpfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Kritische (soziale) Medienkompetenz erlernen: </strong>Abhängig von der Schulstufe soll generative KI eingesetzt werden, um die Fähigkeit zur Analyse und Bewertung von Medieninhalten zu lernen, informierte Entscheidungen zu treffen und Fake News und Deepfakes zu identifizieren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Förderung der KI &amp; Digital Literacy:</strong> Die digitale &amp; KI Kompetenz muss als essenzielle Kernkompetenz des 21. Jahrhunderts etabliert werden. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Wiener Schüler:innen die notwendigen Fähigkeiten erwerben, um digitale Werkzeuge verantwortungsvoll zu nutzen und sich sicher in der digitalen Welt zu bewegen. Mit einer Erweiterung des Fachkonzepts „Digitale Grundbildung“ sollen alle Schüler:innen die notwendigen Fähigkeiten erwerben.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir haben keine Zeit, auf wenig ambitionierte und unterfinanzierte Schulversuche zu Künstlicher Intelligenz zu warten. Die Zeit ist reif für die dringend notwendige Reformen im Bildungssystem für die Generation KI.</p></div></div><h2>Begründung</h2><h2>PDF-Upload</h2><iframe class="pdfViewer" src="/lmv_wien_241116/Generation_KI_in_der_Schule_der_Zukunft-23554/embeddedpdf?file=%2Flmv_wien_241116%2FGeneration_KI_in_der_Schule_der_Zukunft-23554%2Fviewpdf%3FsectionId%3D1094"></iframe>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 22 Oct 2024 15:57:27 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Für eine moderne Erinnerungskultur in Wien!</title>
                        <link>https://antragsschmiede.neos.eu/lmv_wien_241116/Fuer_eine_moderne_Erinnerungskultur_in_Wien-40976</link>
                        <author>Julia Deutsch, Tobias Hübl, Markus Österreicher, Philipp Pichler, Thomas Weber</author>
                        <guid>https://antragsschmiede.neos.eu/lmv_wien_241116/Fuer_eine_moderne_Erinnerungskultur_in_Wien-40976</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Debatten um die öffentliche Ehrung von historisch belasteten Persönlichkeiten wie Edward Colston, Wladimir Iljitsch Lenin oder Karl Lueger haben durch Bewegungen wie Black Lives Matter weltweit, aber auch in Österreich, wieder an Aufmerksamkeit gewonnen. Im Mittelpunkt steht die kritische Auseinandersetzung mit Denkmälern und Ehrungen von Personen, deren historische Rolle heute kontrovers diskutiert wird. Die Frage, wie mit solchen Denkmälern umgegangen werden soll - sei es durch Erhaltung, Kontextualisierung oder Entfernung - wird immer intensiver und öffentlicher diskutiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Prominentestes Beispiel in Wien ist wohl das Denkmal Karl Luegers, eines Politikers, der - wie auch im Historiker:innenbericht der Stadt Wien dargelegt - seinen politischen Erfolg maßgeblich auf den grassierenden Antisemitismus stützte. Dennoch wird Lueger bis heute mit einem imposanten Denkmal im Stadtbild geehrt. Ob und wie dieses Denkmal neu kontextualisiert werden soll, wurde in den letzten Jahren heftig diskutiert - von der Anbringung von Informationstafeln bis hin zur Idee, das Denkmal ganz zu entfernen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach jahrelangen Debatten, Interventionen wie der Aufschrift &#039;Schande&#039; auf dem Denkmal und einem Wettbewerb für Kontextualisierungskonzepte entschied sich die Stadt Wien schließlich für eine symbolische Maßnahme: Die Statue wird für 500.000 Euro um 3,5 Grad nach rechts geneigt. Diese Entscheidung zeigt die Komplexität der Diskussion und wirft die Frage auf, ob damit der historischen Verantwortung im Umgang mit Luegers Erbe ausreichend Rechnung getragen wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch der Leopold-Kunschak-Platz, benannt nach einem Antisemiten und engen Parteigänger Karl Luegers, wurde zum Schauplatz heftiger Debatten, als die Forderung laut wurde, ein weiteres Denkmal für Kunschak zu errichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Erinnerungskultur als Chance verstehen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Debatte um den Umgang mit öffentlichen Ehrungen belasteter historischer Personen sehen wir als Chance für eine neue Erinnerungskultur, die faktenbasiert von einer möglichst breiten Öffentlichkeit diskutiert wird und die Geschichte vor denjenigen schützt, die sie nur politisch instrumentalisieren wollen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Politische Verantwortung übernehmen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aus unserer Sicht ist der Umgang mit der öffentlichen Ehrung historisch belasteter Personen nicht nur eine Frage der Geschichte, sondern auch der politischen Verantwortung. Diese Denkmäler und Ehrungen repräsentieren nicht einfach &#039;die&#039; oder &#039;unsere&#039; Geschichte, sondern sind Produkte ihrer jeweiligen Zeit und Mentalität. Die Veränderung solcher Erinnerungsformen ist keine Geschichtsverfälschung, sondern eine gängige Praxis im Umgang mit Geschichte, die in allen Epochen vor der unseren üblich war.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für den Umgang mit Ehrungen im öffentlichen Raum (Denkmäler, Benennungen) gibt es aus unserer Sicht keine allgemeine Regel. Dies würde auch der historischen Realität nicht gerecht. Jedes Denkmal und jede Benennung muss für sich diskutiert und abgewogen werden. Aufgabe der Politik ist es, dafür den geeigneten Rahmen zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei sehen wir die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte als Chance, sich von einem einseitigen Geschichtsbild zu lösen und eine lebendige Erinnerungskultur zu gewinnen, die sich auch den belasteten Kapiteln einer Geschichte mutig stellt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grundlage dieser Diskussionen müssen aus unserer Sicht wissenschaftliche Erkenntnisse sein. Die Entscheidung, wie mit öffentlichen Ehrungen belasteter Persönlichkeiten umgegangen wird, bleibt aber immer eine politische Verantwortung, die am Ende eines öffentlichen Diskurses unter Beteiligung der Bürger:innen steht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Kurator:innen für den öffentlichen Raum</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Museen verfügen über Kurator:innen, die den nötigen Kontext für ein breiteres Verständnis von Artefakten herstellen. Sie schaffen damit die wissenschaftliche Grundlage für ein besseres Verständnis der Objekte. Im öffentlichen Raum hingegen fehlt diese Funktion: Denkmäler stehen oft ohne Kontext in der Öffentlichkeit und zementieren Geschichtsbilder.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wir fordern daher</strong> die Einrichtung von Kurator:innen für den öffentlichen Raum, idealerweise im Wien Museum angesiedelt. Diese sollen hier Abhilfe schaffen und gemeinsam mit den Gebietsbetreuungen, die bereits Expertise für Beteiligungsformate zur Verfügung stellen, die Grundlage für öffentliche Debatten über belastete historische Personen schaffen. Auch bei Neupräsentationen von Denkmälern oder Neu- bzw. Umbenennungen im öffentlichen Raum soll dieser Prozess einer politischen Entscheidung vorausgehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Leitlinien einer modernen Erinnerungskultur</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Basis für die Implementierung einer modernen Erinnerungskultur <strong>fordern wir</strong> die Anwendung folgender Leitlinien:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die ausschließliche Anbringung von Zusatztafeln halten wir für einen mut- und ideenlosen Minimalkompromiss, der nicht in der Lage ist, ein breites Geschichtsverständnis abzubilden. Diese Zusatztafeln tragen nicht zu einer kritischen Auseinandersetzung bei und schreiben im schlimmsten Fall ein einseitiges Geschichtsbild fort.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ebenso kritisch sehen wir das Verräumen von Statuen belasteter historischer Personen in Museen, da dies häufig ein politisches Mittel ist, um der öffentlichen Debatte mit problematischen Denkmälern auszuweichen. Volle Depots tragen nicht zu einer kritischen Auseinandersetzung bei und geben die politische Verantwortung für den Umgang mit solchen Denkmälern an die Museen ab.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gleichzeitig erkennen wir aber auch, dass es sinnvolle Ausnahmen von diesen beiden Leitlinien geben kann, wie der Umgang mit der Statue des Sklavenhändlers Edward Colston zeigt.*</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Bürokratie aus dem Weg räumen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bürokratie darf kein Hindernis für eine moderne Erinnerungskultur sein. Der Verwaltungsaufwand muss daher so gering wie möglich gehalten werden. Kosten, die den Bürger:innen aus so einer Umbenennung direkt im Bereich der staatlichen Verwaltung entstehen, müssen von der öffentlichen Hand übernommen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Fazit</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Auseinandersetzung mit Denkmälern und öffentlichen Ehrungen historisch belasteter Personen bietet uns die Chance, unsere Erinnerungskultur weiterzuentwickeln. Es geht nicht darum, Geschichte zu verfälschen oder gar auszulöschen, sondern sie kritisch zu hinterfragen und in einen zeitgemäßen Kontext zu stellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nutzen wir diese Chance!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>* <em>Die Statue wurde zusammen mit dem angebrachten Graffiti, den Seilen, mit denen sie gestürzt wurde, und einer Sammlung von mehr als 500 Plakaten als Beispiel für ein sich wandelndes Geschichtsbild in einem Museum in Bristol aufgestellt.</em></p></div></div><h2>Begründung</h2><h2>PDF-Upload</h2><iframe class="pdfViewer" src="/lmv_wien_241116/Fuer_eine_moderne_Erinnerungskultur_in_Wien-40976/embeddedpdf?file=%2Flmv_wien_241116%2FFuer_eine_moderne_Erinnerungskultur_in_Wien-40976%2Fviewpdf%3FsectionId%3D1094"></iframe>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 17 Oct 2024 14:15:21 +0000</pubDate>
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