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            <title>Landesmitgliederversammlung NEOS Wien am 19.11.2022: Anträge</title>
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                        <title>WIEИ WOLLEN WIR LEBEN 2035</title>
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                        <author>Elisabeth Petracs, Andrea Dobida, Christine Hahn, Jürgen Fränzer, Lukas Fuchs und die Mitglieder des Erweiterten Landesteams Wien</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Präambel</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Stadtentwicklungsplan STEP ist das wichtigste strategische Plandokument der Wiener Stadtentwicklung und bildet das Fundament aller weiteren, verbindlichen wie unverbindlichen Instrumente, Konzepte und Planungen. Seit dem ersten STEP 1984 wird dieser etwa alle zehn Jahre evaluiert und überarbeitet, um neuen Herausforderungen zu begegnen und veränderten Rahmenbedingungen gerecht zu werden. Der aktuelle STEP 2025 wurde im Jahr 2014 beschlossen und kommt langsam ans Ende seines Visionshorizonts. Ein überarbeiteter Stadtentwicklungsplan wird noch in dieser Legislaturperiode beschlossen und muss den Rahmen für eine Stadtentwicklung vorgeben, die die Herausforderungen der Klimakrise, der Mobilitätswende, der Dekabonisierung des Energiesystems (u.a. &quot;Raus aus Gas&quot;), der (Neu-)Verteilung des öffentlichen Raums und der Generationengerechtigkeit meistern soll. Als Regierungspartei und Teil der Wiener Fortschrittkoalition ist es der Anspruch und die Pflicht von NEOS Wien, sich an dem Erstellungsprozess aktiv zu beteiligen und die politischen und planerischen Ideen der Organisation in das Dokument einzubringen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Stadtentwicklung muss in jedem Stadium gemeinsam mit den Menschen erfolgen und darf nicht über deren Köpfe hinweg und ohne deren Mitsprache geschehen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden und um im Sinne der Kernwerte von NEOS möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zur Teilhabe zu geben, wurde der Partizipationsprozess <strong>Wieи wollen wir leben </strong>ab Februar 2022 für einen Zeitraum von acht Monaten durchgeführt. In vier öffentlichen Veranstaltungen, sieben Exkursionen, fünf Wochen Online-Ideenportal und zahlreichen Gesprächen hatten NEOS-Mitglieder genauso wie interessierte Wienerinnen und Wiener die Möglichkeit, sich mit ihren konkreten Ideen, Wünschen und Vorstellungen einzubringen und ihre Vision der zukünftigen Entwicklung Wiens zu schildern. Die Beiträge aus all diesen Partizipationsmöglichkeiten wurden gesammelt, ausgewertet und kategorisiert und bilden die Grundlage des vorliegenden Leitantrags. Der Antrag setzt sich dementsprechend nicht nur aus den Ideen von einzelnen (politisch) engagierten Vertreter:innen von NEOS Wien zusammen sondern bildet ein breites Spektrum liberaler, zukunftsgerichteter und innovativer Vorschläge und Meinungen ab.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Vision</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Planung, Entwicklung und Gestaltung von Räumen bedeutet stets unterschiedliche Interessen abzuwägen und im Spannungsfeld verschiedener Fachmaterien zu agieren. Wie soll der öffentliche Raum aussehen und wer nutzt diesen? Wie wird das Mobilitätssystem der Zukunft organisiert sein und welche Technologien werden eine Rolle spielen? Wo werden Menschen wohnen, arbeiten, ihre Freizeit verbringen und wie können verschiedene Nutzungen aufeinander abgestimmt werden? All diesen planerischen und gestalterischen Fragen geht jedoch immer eine grundsätzliche Frage voraus: In was für einer Stadt wollen wir 2035 leben?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen in einer Stadt leben, in der die Menschen die <strong>Freiheit </strong>haben, ihr Leben so zu gestalten, wie sie das für sich selbst als optimal empfinden; in der sie die Freiheit haben, nicht auf ein Auto angewiesen zu sein, sondern auch mit dem Rad, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln rasch, komfortabel und sicher ihre Wege zurücklegen können; in der sie zwischen verschiedenen Wohnformen wählen können und sie nicht mehr abhängig von fossilen Energieträgern sind; in der sie ihrem Beruf nachgehen und Freizeit gestalten können, wie sie möchten und aus einer Vielzahl unterschiedlicher Angeboten verstreut über das gesamte Stadtgebiet wählen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen in einer Stadt leben, die vom <strong>Fortschritt </strong>lebt und niemals still steht; in der die erneuerbare Energiezukunft alternative Energiesysteme nicht mehr alternativ und erneuerbare Energieträger in allen Sektoren Bereichen der Stadt bereits lange Standard sind; in einer Stadt, die auf ein modernes Mobilitätssystem setzt und bei der Personenbeförderung und der Citylogistik neue Wege einschlägt; in einer Stadt, die die klimatischen Herausforderungen unserer Zeit erkennt und den Stadtraum an die Bedürfnisse der aktuellen und auch der nächsten Generationen anpasst; in einer Stadt, die ihre Potentiale nicht nur in der Ebene sieht, sondern auch ihre Fassaden und Dächer innovativ nutzt; in einer Stadt, die auf einen Energie- und Wertstoffkreislauf setzt und Abfallprodukte als Ressource für den nächsten Prozess nutzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen in einer Stadt leben, in der <strong>Gerechtigkeit </strong>groß geschrieben wird; in der alle Personen nicht nur auf dem Papier gleichberechtigt sind, sondern ohne Barrieren ihr Leben gestalten können; in einer Stadt, die für zukünftige Generationen und nicht zu Lasten dieser geplant und gebaut wird; in einer Stadt, in der jeder Nutzer:innengruppe ein gerechter Anteil am vorhanden Raum zur Verfügung steht; in einer Stadt, in der alle Menschen unabhängig von ihren ökonomischen Voraussetzungen alle Wege des Alltags in 15 Minuten erledigen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einige dieser Aspekte finden sich bereits im Programm der Wiener Fortschrittskoalition wieder und bilden die Grundlagen unseres Verständnisses von Stadtentwicklungsplanung. Das übergeordnete Prinzip ist dabei jenes der 3K&#039;s - Klimaschutz, Klimwandelanpassung, Kreislaufwirtschaft - das wichtige Vorgaben für die Entwicklung von Strategiepapieren und des gebauten Raums liefert und unter das sich auch viele weitere Prinzipien subsumieren lassen. Dazu gehören &quot;Raus aus Gas&quot; und die &quot;Solar-Initiative&quot;, genauso ambitionierte wie notwendige Vorhaben die Energie- und Wärmeversorgung in Wien zu dekarbonisieren oder das Radwegeausbauprogramm, das vorsieht, die Fahrradinfrastruktur in Wien auf ein Level zu heben, das eine nachhaltige Mobilitätswende möglich macht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Leitlinien</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die strategische Entwicklung unserer Stadt muss sich in den nächsten Jahren besonders mit der Bewältigung aktueller Herausforderungen sowie mit der klimaneutralen Transformation Wiens bis 2040 befassen. Dazu braucht es Visionen und eine konsequente Förderung von Innovation und kreativen Ansätzen in der Stadtplanung. Durch die folgenden fünf Planungsgrundsätze wird eine integrierte Stadtentwicklungsplanung vorangetrieben sowie der Weg in eine resiliente und klimaneutrale Zukunft unserer Stadt geebnet:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>City as a Service</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>City as a Service - die Stadt als Dienstleisterin für die Bevölkerung. Das Modell &quot;City as a Service&quot; soll als modernes Konzept die in die Jahre gekommenen Strukturen der Daseinsvorsorge zukunftsfit transformieren und weiterentwickeln. &quot;City as a Service&quot; versteht die Stadt nicht als bevormundende, öffentliche Obrigkeit, sondern als Anbieterin von essentiellen und attraktiven Dienstleistungen. Im Fokus stehen die Bedürfnisse der Wienerinnen und Wiener als Kund:innen. Die Stadt stellt dabei sicher, dass die nachgefragten Service- und Versorgungsleistungen effizient sichergestellt sind und das städtische Leistungsangebot tatsächlich der Nachfrage entspricht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Wohnen und Leben</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wohnen zählt zu den grundlegendsten unserer Lebensbedürfnisse, Wohnbau prägt eine Stadt nachhaltig. Ziel muss es sein, die Lebensqualität in der Urbanität weiter zu erhöhen und die Leistbarkeit im Fokus zu behalten. Die bebaute Stadt und ihre Potentialflächen sind effizient für die Schaffung von Wohnraum zu nutzen und stets mit attraktiver Infrastruktur zu kombinieren. Die gestalterische und bautechnische Qualität von Gebäuden sorgt für hohe Baukultur und die Nachhaltigkeit des gebauten Raums. Dieser sowie auch die öffentlichen Räume in den Grätzln dürfen nicht starr monofunktional betrachtet werden, sondern in ihrem Angebot für die Wienerinnen und Wiener flexibel und vielfältig sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Die bewegte Stadt</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mobilität ist allgegenwärtig und geht weit über das Thema Verkehr hinaus. Sie bildet in ihren unterschiedlichen Formen das Fundament des täglichen Lebens. So wie sich die persönlichen Bedürfnisse im Laufe der Zeit verändern, muss sich auch das Mobilitätsangebot in unserer Stadt laufend anpassen. In der bewegten Stadt soll das Hauptaugenmerk auf eine nachhaltige und zukunftsorientierte Mobilitätsplanung gelegt werden. Im Zentrum der Planung steht dabei die Transformation Wiens in einen multimodalen, barrierefreien und inklusiven Mobilitätsraum für alle. Besonders sollen dabei innovative Mobilitätsformen und intermodale Konzepte ermöglicht werden, die in der bisherigen Stadtentwicklung vernachlässigt wurden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Lebensqualität im öffentlichen Raum</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der öffentliche Raum ist die Bühne des Lebens. Er muss dafür nicht nur den Anforderungen der Bürger:innen gerecht werden, sondern er spielt auch eine wesentliche Rolle in der Entwicklung des sozialen Zusammenhalts und bei der Bewältigung der Klimakrise. Mit zunehmender Urbanität müssen auch die öffentlichen Räume in unserer Stadt weiterentwickelt und aufgewertet werden, um auch weiterhin für alle Wienerinnen und Wiener eine hohe Aufenthaltsqualität und Nutzungsvielfalt bieten zu können. So werden lebendige Grätzel geschaffen, die die lokale Identität und die Nachbarschaft stärken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Die Stadt der Innovation</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Innovationen sind nicht nur essentiell, um den Wirtschafts- und Forschungsstandort Wien weiterzuentwickeln, sondern auch um zukünftigen Herausforderungen entgegenzutreten und Lösungen für den urbanen Raum zu finden. Neben der notwendigen Einschränkung des individuellen und industriellen Ressourcenverbrauchs sind Innovationen unsere größte Hoffnung bei der Bekämpfung der Klimakrise. Der Wiener Klimafahrplan - unser Weg zur klimaneutralen Stadt bis 2040 - ist der Innovationsmotor für den Wirtschaftsstandort Wien. Die Transformation des Energiesystems sowie smarte Lösungen für den urbanen Raum stellen enorme Potentiale dar. Wissenschaft und Forschung bilden das Fundament für Wien als führenden Innovationsstandort, auf dem der Industriestandort aufbaut und weiterentwickelt werden muss. Um einer zunehmenden Deindustrialisierung entgegenzuwirken, müssen emissionsarme Schlüsselindustrien im Sinne der produktiven Stadt in Wien verankert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Leuchtturmprojekte</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Wien wird zum Supergrätzl</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Machen wir den Straßenraum zum verlängerten Wohnzimmer! Angelehnt an die Superblocks in Barcelona wollen wir in zahlreichen, neu zu schaffenden Wiener Supergrätzln den Straßenraum von Autos befreien und dort den Durchzugsverkehr durch die Wohnviertel verhindern. So entsteht mehr Raum für Zufußgehende und Radfahrende, sowie für Begrünung und Entsiegelung und die Lebensqualität in der Stadt nimmt zu. Dabei bleiben wichtige Verbindungsstraßen für den Autoverkehr noch verfügbar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Mobilität auf neuer Ebene</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Heben wir den öffentlichen Verkehr auf eine neue Ebene! Stadtseilbahnen stellen ideale Ergänzungen zu den herkömmlichen öffentlichen Verkehrsmitteln dar und haben sich in einer Vielzahl an internationalen Metropolen bereits bewährt. Neben der bereits diskutierten Variante zur Erschließung des Otto-Wagner-Areals bieten sich noch weitere spannende Linienführungen in Wien an. In einer weiteren Variante kann der Wiener Hauptbahnhof mit dem Science Hub Arsenal, St. Marx, dem neuen Wiener Fernbusterminal beim Stadion, die Donauinsel und den Bahnhof Stadlau in einer bisher nicht vorhandenen Konstellation verknüpft werden. Neben der Nutzung als Personenverkehrsmittel ermöglichen Seilbahnen auch einen unkomplizierten und effizienten Gütertransport auf kurzem Wege quer durch den urbanen Raum.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Wien on Top!</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neben historisch wertvollen Bauten werden in Zukunft auch zunehmend Hochhäuser die Skyline von Wien prägen und ergänzen. Die Entwicklung solcher Landmarks mit hoher Qualität bedarf sorgfältiger und vorausschauender Planung. Um diese sehr dominanten Solitäre mit ihrer Umgebung besser zu verbinden und die Akzeptanz zu steigern sollen Hochhäuser einen Mehrwert für die Stadt bringen. Beleben wir dazu die Dächer Wiens und machen wir sie für alle genießbar! Bauträger sollen bei Gebäuden ab einer gewissen Höhe verpflichtet werden, Dachterrassen für konsumfreie Zonen oder für kommerzielle Angebote zu öffnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Buildings power Buildings</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gebäude sind in Zukunft nicht nur Verbraucher sondern vor allem auch Energie-Erzeuger als Teile eines dezentralen Energiesystems. Wir bauen mit der Sonne, nutzen die Wärme aus der Tiefe und holen die Hitze aus dem Asphalt. Wir verstehen die Energieproduktion und -speicherung als integralen Bestandteil moderner Architektur und der Stadtplanung, machen uns unabhängig von fossilen Energieträgern und schaffen so Versorgungssicherheit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Maßnahmen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>G&#039;scheite Rahmenbedingungen für eine g&#039;scheite Planung</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Auswirkungen der Klimakrise auf den urbanen Raum, das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 sowie internationale Konflikte, die langfristig das Leben in Wien beeinflussen werden, sind große Herausforderungen. Um diesen entgegenzutreten, benötigt die Stadtentwicklung ein vorausschauendes und resilientes Grundgerüst:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>3K&#039;s der Stadtentwicklung</strong> - Klimaschutz, Klimawandelanpassung und Kreislaufwirtschaft sind die Garanten einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Durch die Verankerung der 3K&#039;s als Grundprinzipien der Planung wird der Weg zur klimaneutralen Stadt geebnet und die Stadt zielgerichtet weiterentwickelt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Instrumentarium ausnutzen</strong> - Der Stadtplanung stehen mit dem Flächenwidmungs- und Bebauungsplan sowie mit unterschiedlichen weiteren Plandokumenten und Konzepten ein breites Instrumentarium zur strategischen Planung zur Verfügung. Im Rahmen einer nachhaltigen Stadtentwicklung kann mithilfe dieses Instrumentariums z.B. durch Energieraumpläne oder die Vergabe von Baurechten eine gesamthafte und integrierte Betrachtung und Entwicklung gefördert und gesteuert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Inseldenken begraben</strong> - Die Stadt Wien ist keine Insel. Viele Planungen und Entwicklungen für bzw. in Wien haben auch Einfluss auf das Wiener Umland sowie auch umgekehrt. Die zentralsten Herausforderungen der Wiener Stadtplanung wie die Mobilitätswende können nicht ausschließlich innerhalb der Stadtgrenzen gelöst werden. Das Wiener Umland bzw. die Metropolregion Wien sowie die dabei wichtigsten Stakeholder müssen zur Bewältigung dieser Herausforderungen stärker in die Wiener Stadtentwicklung integriert werden, um großräumige Lösungskonzepte zu fördern und umzusetzen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Förderungen klimafit anpassen</strong> - Öffentliche Förderungen beeinflussen die Qualität im Wohnbau und wirken sich auf die Gestaltung öffentlicher Räume und die Attraktivierung von Leerständen aus. Demgemäß dürfen sie nicht visionslos und rein objektorientiert vergeben werden. Geförderte Projekte müssen einen Mehrwert für die lokale Umgebung und deren Bevölkerung bringen sowie einen Beitrag zur klimaneutralen Stadt leisten. Durch die Koppelung von öffentlichen Geldern an klimafitte Vergabekriterien bzw. an raumplanerische Ziele und Konzepte kann eine zielorientierte Stadtentwicklung vorangetrieben werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Wohnen zukunftsfit weiterentwickeln</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wohnen zählt zu den grundlegendsten der menschlichen Bedürfnisse. Der Wohnraum und dessen Qualität beeinflussen dabei nicht nur das Leben bzw. die persönliche Lebensqualität der Wienerinnen und Wiener, sondern sie prägen unseren Stadtraum. Ziel muss es sein, die Lebensqualität weiter zu erhöhen, die bebaute Stadt und vorhandene Potentialflächen effizienter für künftige Siedlungsentwicklungen zu nutzen sowie den Bestand in seiner Qualität weiter zu erhöhen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Leistbares Wohnen</strong> - Die Verfügbarkeit von leistbarem Wohnraum für die Wienerinnen und Wiener muss eine hohe Priorität für die Stadtentwicklung haben. Durch die Schaffung von neuem Wohnraum sowie die Optimierung von städtischen Regularien können die Immobilienpreise für Miete und Wohnungseigentum durch ein vielseitiges Angebot attraktiv und leistbar gestaltet werden. In der Bestandsstadt gilt es vor allem, auf Nachverdichtungsmaßnahmen wie Dachgeschossausbauten oder die Aktivierung von Baulücken zu setzen. Durch eine strategisch-großräumig konzipierte und geplante Gesamtverdichtung in den äußeren Bezirken kann unter der Förderung eines kohärenten Stadtbildes neuer Wohn- und Lebensraum geschaffen sowie eine florierende Grätzlentwicklung gesichert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Intelligent hoch hinaus</strong> - Die Reduktion des Bodenverbrauches zählt, gerade in Österreich, zu den wichtigsten Maßnahmen zur Bewältigung der Klimakrise. Gleichzeitig gibt es in Metropolen wie Wien durch das stetige Bevölkerungswachstum einen enormen Bedarf an neuem Wohnraum. Die Lösung dieses Konfliktes kann dabei nur in die Höhe führen. Durch die strategische Planung von Hochhausstandorten kann die Stadt als wachsender urbaner Raum ihre Böden vor zu starker Versiegelung schützen. Bei der Planung müssen lebendige Hochhausquartiere den Vorzug vor singulären Wolkenkratzern erhalten. Dabei muss die Architektur einen besonders hohen Maßstab anlegen, diesen durch internationale Wettbewerbe fördern und einen bunten Nutzungsmix mit Fokus auf die lebendige Erdgeschosszone der Hochhäuser sicherstellen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Wohnen frei gestalten</strong> - So vielfältig die Menschen in unserer liberalen Gesellschaft sind, so vielseitig und divers sind auch die individuellen Wohnraumbedürfnisse. Gebauter Raum darf nicht starr monofunktional betrachtet werden, sondern muss in seiner Nutzung flexibel sein. Er muss für verschiedene Lebenskonzepte und -phasen einen attraktiven und lebenswerten Ort zum Wohnen und Leben darstellen. Durch die Förderung von Flexibilität in Wohnprojekten sowie bei Raumwidmungen kann die Stadtplanung diese Bedürfnisse berücksichtigen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Wohnen ohne Grenzen</strong> - Für die selbstbestimmte Teilhabe aller müssen neue Wohnformen geschaffen werden. Inklusive Wohnformen, in denen Menschen mit und ohne Behinderungen in einer Gemeinschaft selbstbestimmt zusammenleben, können zu qualitativ hochwertigem Wohnraum für alle beitragen. Zudem muss ein Fokus auf gemischte und generationenübergreifende Wohnformen gelegt werden. Gestaltungsprozesse sollen partizipativ angelegt sein, damit Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen als Expert:innen in eigener Sache neu gebaute Wohnräume aktiv mitgestalten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>​​​​​​​</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Grätzl als Zentren planen</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Wiener Grätzl sind die Orte, an denen sich sozialer Alltag abspielt, der Charakter unserer Stadt gemalt und Urbanität gelebt wird. Dementsprechend müssen sie hohen Nutzungsansprüchen und -erwartungen gerecht werden. Aufgrund von Fehlentwicklungen der Vergangenheit sind diese vielseitigen Nutzungsansprüche heute nicht in allen Grätzln gewährleistet, was sich unmittelbar negativ auf die Lebensqualität der Bewohner:innen auswirkt:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Wiener Viertelstunde</strong> - Als Gegenpol zur autofokussierten Stadt positioniert sich das Konzept der &quot;15-Minuten-Stadt&quot;. Nach diesem Modell sollen Städte und ihre Grätzl in lebendige Zentren entwickelt werden, in denen alle Alltagsbedürfnisse innerhalb einer Viertelstunde zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigt werden können. Dies reduziert nicht nur den urbanen Autoverkehr nachhaltig, sondern erhöht die Wohn- und Lebensqualität in den Grätzln und fördert eine gesunde Mobilitätsweise.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Prosperierendes Wohnzimmer</strong> - Gerade in Metropolen wie Wien dient die wohnortnahe Umgebung als Erweiterung des eigenen Wohnzimmers. Dementsprechend muss bei der Entwicklung und Aufwertung der Wiener Grätzl der höchste Maßstab an die Planung angelegt werden. Qualitative, flexibel nutzbare Freiflächen sowie ein breites und diverses öffentliches wie privates Angebot an Dienstleistungen sowie an Kunst-, Kultur-, Sport- und Freizeitmöglichkeiten müssen für eine hohe Lebensqualität gefördert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Grätzl beleben</strong> - Ein vielseitiger Nutzungsmix sowie eine intakte Nahversorgung sind die Grundsteine eines lebenswerten Grätzls. Leerstände in der Erdgeschosszone dürfen nicht als Schwäche betrachtet, sondern müssen als Chancen für eine Belebung und Aufwertung des gesamten Grätzls gestaltet und kommuniziert werden. Gebietsbetreuungen mit eigenen Leerstands-Scouts sollen qualifizierte Anlaufstellen für Initiativen der Bevölkerung sein und den partizipativen Aufwertungsprozess begleiten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Vielfalt stärken</strong> - Die Wiener Grätzl charakterisieren sich durch ihre große Vielfalt an kulturellen, architektonischen und funktionellen Facetten. Diese Vielfalt stellt für Wien ein enormes Potential und einen wertvollen Schatz dar, den es zu bewahren und zu fördern gilt. Stadtentwicklungsgebiete bieten die Chance, der Stadt auch ein junges und modernes Gesicht zu geben. Durch die Förderung der Grätzlidendität z.B. durch Miteinbezug bei Gestaltungen im öffentlichen Raum oder durch Kunst- und Kulturangebote soll nicht nur das kulturelle Erbe Wiens gestärkt und ergänzt, sondern auch das Identitätsgefühl und der Bezug zum Grätzl erhöht werden. Persönliche Verbundenheit zum Wohnort fördert die Lebendigkeit des Grätzls, steigert das subjektive Sicherheitsgefühl und stärkt die Nachbarschaft.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>​​​​​​​</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Die Bühne des Lebens gestalten</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der öffentliche Raum ist die Bühne des öffentlichen Lebens. Für die Wienerinnen und Wiener ist er ein Raum der Möglichkeiten mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Nutzungen urbaner Diversität. Zugleich wirkt er sich auf die bebaute Umwelt aus und prägt das Stadtbild und den individuellen Charakter des Grätzls:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Aufenthaltsqualität garantieren </strong>– Menschen nutzen den öffentlichen Raum für ihre Freizeit, zum Arbeiten, Lernen und vor allem zur Erholung. Diese Vielzahl an Nutzungen erfordert höchste Aufenthaltsqualität sowie eine hochwertige, inklusive und klimafitte Gestaltung. Im besonderen Fokus muss dabei die barrierefreie und einfache Raumaneignung stehen. Der öffentliche Raum ist ein Ort aller Wienerinnen und Wiener. Er muss dabei sowohl Ruheorte und konsumfreie Zonen bieten, als auch soziale Begegnungen, individuelle Nutzungen (z.B. für Kunst- und Kultur) oder kommerzielle Nutzungen (z.B. durch Märkte oder Schanigärten) ermöglichen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Flächen intelligent nutzen</strong> - Dass auf den verfügbaren, noch unverbauten Flächen nach wie vor großflächige Parkplätze genehmigt und errichtet werden, ist zynisch und unhaltbar. Bisher Kfz-dominierte Flächen müssen zukunftsfördernd adaptiert und weiterentwickelt werden. Die Errichtung von rein Kfz-genutzten Flächen muss aus der Planungspraxis verschwinden und der ruhende Verkehr in bestehende Parkgaragen, zur effizienten Ausnutzung bereits vorhandener Kapazitäten, verlagert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Die Stadt zum Flanieren</strong> - Die Stadt der Zukunft gehört den Menschen. Konzepte wie die Wiener Supergrätzl müssen forciert und der verkehrsberuhigten Stadt auch über den Ring hinausgedacht werden. Durch die Etablierung von verkehrsberuhigten Zonen in ganz Wien kann der öffentliche Raum nachhaltig transformiert werden. Ziel muss es sein, den Stadtraum vom Kfz-Verkehr zu entlasten, räumliche Barrieren abzubauen und städtische Potentialräume wie den Ring verkehrsberuhigt für die Wienerinnen und Wiener zu gestalten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>​​​​​​​</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Vielfalt an Schönheit </h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Baukultur ist als gemeinsame kulturelle Leistung ein physisches Abbild unserer Gesellschaft. Für eine gesamthafte und integrierte Planung ist es wesentlich, dass Architektur und Raumplanung bei der Gestaltung und Weiterentwicklung der Stadt kooperieren. Die Stadtentwicklung muss das strategische und zukunftsweisende Grundgerüst architektonischer, landschaftsplanerischer sowie räumlicher Entwicklung bilden und Baukultur im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung fördern:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Baukultur wertschätzen</strong> - Baukultur ist die physische Verwirklichung gesellschaftlicher Werte. Durch die planerische Berücksichtigung und Wertschätzung von Baukultur soll die Lebensqualität weiter erhöht werden. Ein besonderer Fokus muss auf der Qualitätssicherung in der architektonischen und landschaftsplanerischen Gestaltung sowie der räumlichen Einbettung ins Stadtgefüge liegen. Dabei muss es oberstes Ziel sein die wertvolle, historische Vielfalt des Wiener Stadtbildes zu bewahren und gleichzeitig durch hochwertige Architektur und Freiraumgestaltung, gewährleistet durch internationale Wettbewerbe, qualitativ und raumverträglich weiterzuentwickeln.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Klimafit bauen</strong> - Die klimafitte Optimierung der architektonischen und baukulturellen Standards ist ein wesentlicher Aspekt, um die Stadt resilient weiterzuentwickeln. Dazu muss die Planung Faktoren wie Energie- und Dämmsysteme, Fassadenbegrünung zur Kühlung der Gebäude und des Stadtraumes sowie die Berücksichtigung von hochwertigen und biodiversitätsfördernden Freiräumen als Leitprinzipien einer klima- und ressourcenschonenden Stadtentwicklung betrachten, ohne einen hohen gestalterischen Anspruch aus den Augen zu verlieren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Die Bestandsstadt hat Potential</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Qualitative Grün- und Freiräume sind besonders wichtig für eine lebenswerte Metropole. Sie verbessern das Stadtklima, sind Lebensraum für Flora und Fauna, dienen der Bevölkerung als Erholungs-, Spiel- und Sportflächen und fördern die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen. Besonders in den dicht bebauten Stadtteilen sind qualitative Grünraumstrukturen wie Parks oder begrünte Straßen häufig noch minder ausgeprägt. Um Wien klimafit und lebenswert weiterzuentwickeln, braucht es eine umfassende und intensive Begrünungsoffensive.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Wien blüht auf</strong> - Urbane Begrünung als Planungsgrundsatz muss besonders in der Bestandsstadt forciert werden. Hier müssen umfassende Adaptierungsmaßnahmen erfolgen, um den bestehenden Stadtraum klimafit und lebenswerter zu gestalten. Begrünungsmodelle mit klimaresistenten Bepflanzungen im öffentlichen Raum tragen zur klimatischen Adaptierung und Kühlung der Stadt sowie zur Förderung der urbanen Biodiversität bei.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Der ewige Kreis</strong> – Die klimafitte Stadt der Zukunft benötigt ein innovatives Altstoffverwertungssystem. Stadtplanerisch von großer Bedeutung ist die Verwertung von Gebäuden als Rohstoffquelle für Sanierungs- oder Neubauprojekte nach dem Urban-Mining-Prinzip. Gebiete mit hohem Wiederverwertungspotential in Plandokumenten sollen kenntlich gemacht werden, um die Nutzung der grauen Energie zu forcieren. Zudem soll ein Minimalanteil von wiederverwendeten und wiederverwendbaren Roh- und Baustoffen (Zirkularitätsfaktor) im Neubau festgelegt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Monitoring fördert Qualität</strong> – Durch dynamische Simulationen der Energie- und Stoffströme sowie des Mikroklimas anhand eines digitalen Raummodelles (digitaler Zwilling) können stadtplanerische Vorhaben besser beurteilt, abgewogen und optimiert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Wien klimafit gestalten</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um Wien an die Herausforderungen im Zuge der Klimakrise anzupassen, sind Veränderungen und Implementierungen in beinahe allen Bereichen und auf unterschiedlichsten Ebenen der Stadt notwendig. Ein solcher Prozess ist mit weitereichenden Veränderungen und Einschnitten verbunden, am Ende steht jedoch ein modernes, lebenswertes und klimafreundliches Wien.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Grün und Blau statt Grau</strong> - In der Vergangenheit wurde zu wenig Aufmerksamkeit auf die Erhaltung unversiegelter Flächen und die Realisierung grüner Oasen und Netze gelegt. Solche Elemente tragen zur Kühlung und zu einer besseren Luftqualität in den Grätzln bei, wodurch Hitzeinseln verhindert werden. Entsiegelte Flächen bieten zusätzlich einen natürlichen Versickerungsraum für Regenwasser, entlasten das städtische Kanalsystem und tragen zur Stabilität des Grundwasserspiegels bei. Oberflächengewässer wirken sich ebenso positiv auf das Klima im Grätzl und die Lebensqualität der Bewohner:innen aus. Dabei kann es sich um dekorative Brunnen, um renaturierte, freigelegte Bäche oder auch neue grundwassergespeiste Wasserläufe handeln.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Grünraum innovativ denken</strong> - Die umfassende Begrünung des Stadtraumes ist ein zentrales Thema einer modernen Stadtentwicklung. Jedoch ist die Planung besonders in hochurbanen Stadtteilen in ihren Möglichkeiten eingeschränkt, da der Platz zur Errichtung neuer Parks vielerorts fehlt. Durch Straßenparks (Straßen zu kleinen Parks umgestalten) oder durch „Grätzl-Central-Parks“ können potentielle Flächen zu qualitativen Grünräumen umfunktioniert und somit die Lebensqualität und das Stadtklima verbessert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Energiesystem Stadt klimafit transformieren</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der größte Hebel zur Dekarbonisierung, also der Umbau des Energiesystems auf erneuerbare Energiequellen und Reduktion der Treibhausgase, liegt in der Wärmeversorgung und in der Mobilität. Diese Transformation wird zu einer deutlich gesteigerten Nachfrage nach erneuerbarem Strom führen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Neues Design des Energiesystems </strong>- Das Energiesystem der Zukunft im Stadtquartier stellt vernetzte, multifunktionale Gebäude in den Mittelpunkt. Die Energieraumplanung schafft dafür den ordnungspolitischen Rahmen. Neben Neu- und Bestandsgebäuden müssen Energieraumpläne auch Betriebsgebiete und Industriestandorte umfassen, um Prozesswärme- und Abwärmepotentiale zu nutzen. Ziel muss es sein, erzeugte, jedoch bisher ungenützte Abwärme für andere Verbraucher im Grätzl nutzbar zu machen. Dadurch können Synergie- und Kaskadeneffekte effizient genutzt und klimaneutrale Grätzl gefördert werden. Die Stadtplanung muss dabei bereits heute Flächen für innovative Energiegewinnungsysteme, zur Energiespeicherung sowie Infrastruktur zur Vernetzung z.B. Erdwärmebohrungen und Anschlüsse mitdenken und vorbehalten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Multifunktionale Gebäude</strong> - Gebäude müssen nicht nur höchste energetische Standards aufweisen, sondern werden zum aktiven Teil der Infrastruktur für das Energiesystem indem sie in die Bereitstellung und Speicherung von Energie eingebunden werden und eine aktive Rolle im Lastmanagement bei Elektrizität und Wärme übernehmen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Integrierte Netze</strong> - Die Netzinfrastruktur für Elektrizität, Wärme und Kälte, Wasser und Daten darf in der Planung nicht isoliert gedacht werden. Durch die immer bessere Integration der Komponenten des Energiesystems können Synergiepotentiale genutzt werden. Dafür müssen bereits heute die technologischen Anforderungen zukünftiger Energiesysteme mitbedacht, die entsprechenden Flächen vorbehalten und erforderliche Leitungsquerschnitte berücksichtigt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Zukunftsfitte Sanierungen</strong> - Die zukunftsfitte Sanierung von Stadtquartieren und öffentlichen Räumen ist Teil der Energiewende und muss ein wesentlicher Bestandteil der Planung sein. Dazu zählen Erdwärmebohrungen, Leitungsverlegung, Vorbereitungsarbeiten für PV-Infrastruktur oder auch die &quot;Ernte&quot; solarer urbaner Überschusswärme von Straßen- und Gebäudeoberflächen (Heat-Harvesting). Dadurch können ungenutzte Energiepotentiale effizient ausgeschöpft sowie Urban Heat Islands zu Urban Heat Farms entwickelt und die Stadt als Kraftwerk genutzt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Die Stadt verbinden</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Urbane Mobilität bildet das Fundament des täglichen Lebens und verbindet nicht nur Grätzl untereinander, sondern vor allem die Wienerinnen und Wiener. Vor dem Hintergrund einer klimagerechten Weiterentwicklung Wiens muss der öffentliche Verkehr auch weiterhin das starke Rückgrat urbaner Mobilität bilden. Dabei darf man sich nicht auf dem Status Quo ausruhen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Das Rückgrat stärken</strong> - Der öffentliche Verkehr in Wien muss auch weiterhin konsequent ausgebaut und attraktiver gestaltet werden. Urbane Mobilität lebt von ihrer Vielfalt an Möglichkeiten. Um den öffentlichen Verkehr noch attraktiver zu gestalten, müssen bestehende Potentialsysteme wie die Wiener S-Bahn durch den S-Bahn-Ring, das Straßenbahnnetz durch die Stadtgrenze überschreitende Straßenbahnverbindungen und Mikromobilitäts- bzw. Bedarfsverkehrsangebote am Stadtrand forciert und ausgebaut werden. Genauso muss der ÖPNV durch die Bevorrangung von Bussen und Straßenbahnen sowie durch neue bezirksweite Querverbindungen, mit besonderem Fokus auf die Außenbezirke noch stärker attraktiviert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Ein Ring, sie zu verbinden</strong> - Die Wiener S-Bahn ist eines der größten Potentialsysteme des öffentlichen Verkehrs in unserer Stadt. Um dieses noch attraktiver zu gestalten, muss der Ausbau der S-Bahn in Verbindung mit der Errichtung eines vollständigen S-Bahn-Rings rund um die Stadt mit besonderer Priorität forciert werden. So werden neue Verbindungen durch Wien geschaffen, bestehende Verbindungen verdichtet und gleichzeitig andere städtische Verkehrsmittel wie die U-Bahn entlastet.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Innovationen fördern</strong> - Durch technologische Innovationen können bestehende Systeme des öffentlichen Verkehrs zukunftsfit adaptiert werden. Zugleich muss auch ein Fokus auf die intelligente und nachhaltige Ergänzung des Gesamtangebotes durch elektrische, vernetzte und autonome Mobilität gelegt werden. Seilbahnen, Schnellstraßenbahnen, Schnellbussen mit alternativen Antrieben und autonome öffentlichen Verkehrsmittel stellen dabei innovative Mobilitätslösungen dar.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Veni vidi velo</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Fahrrad ist die Zukunft der urbanen Mobilität. Die Auswirkungen der Klimakrise verlangen eine rasche Mobilitätswende - weg von der Kfz-Dominanz, hin zu aktiven Mobilitätsformen und einer attraktiven Mikromobilität. Andere europäische Städte haben vorgezeigt, dass durch die Förderung des Radverkehrs der städtische Kfz-Verkehr wesentlich reduziert werden kann:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Radfahrenden Raum geben</strong> - Die Stadtplanung muss dem Radverkehr entsprechend Raum und hochwertige Infrastruktur zur Verfügung stellen. Radwege gemäß RVS-Vorgaben, die grundsätzliche Möglichkeit des Radfahrens gegen die Einbahn sowie die Bevorrangung an ampelgeregelten Kreuzungen müssen Standard sein. Gleichzeitig bedarf es im Hinblick auf die unterschiedlichen Formen von Rad- und Mikromobilität eine Anpassung und vorausschauende Neugestaltung der Infrastruktur. Die Stadtentwicklung muss diese Ziele konsequent durch die Umverteilung des Stadtraums zugunsten des Radverkehres umsetzen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Das Netz aufspannen</strong> - Der Radverkehr braucht ein weitgespanntes und dichtes Netz an hoch- und niederrangigen Routen. Auch hier gilt der Grundsatz: Durch ein attraktives Angebot steigt die Nachfrage. Durch den forcierten Ausbau von Radwegen sowie durch die Errichtung von attraktiven Radhighways als Schnellverbindungen auf sämtlichen hochfrequentierten Verbindungsrouten soll das Radfahren sowohl auf lokalen Kurz- als auch auf stadtweiten Langstrecken gefördert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Raum ausstatten</strong> - Neben dem Radwegenetz als Grundlage für einen attraktiven Radverkehr muss auch die Ausgestaltung des Stadtraumes berücksichtigt werden. Dabei ist es wichtig, einen Fokus auf ausreichend sichere Abstellanlagen zu legen. Vor dem Hintergrund von multimodalen Wegeketten sollte das Hauptaugenmerk dabei auf zentrale Knoten- bzw. Verbindungspunkte mit dem öffentlichen Verkehr gelegt werden. Durch die Förderung von Modellen wie Bike+Ride in Verbindung mit attraktiven Abstellanlagen und E-Bike-Ladestationen kann das Fahrrad, vor allem in Außenbezirken, als Mobilitätsform für den Alltag und auch die letzte Meile aufgewertet werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Mobilität teilen</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sharing-Systeme haben sich in den vergangenen Jahren immer stärker im täglichen Mobilitätsverhalten der Wienerinnen und Wiener etabliert. Die Auswahl an Sharing- und On-Demand-Angeboten ist bereits jetzt sehr vielseitig. Durch technologische Entwicklungen entstehen aber fortlaufend neue Möglichkeiten und Formen, die das Sharing-Angebot noch breiter aufstellen und eine nachhaltige urbane Mobility-as-a-Service fördern:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Teilen leicht gemacht</strong> - Als attraktive Alternative zum privaten PKW sollen Sharing-Angebote als Teil von Mikro-ÖV-Systemen gedacht werden. Durch die umfassende Eingliederung in bestehende Systeme des öffentlichen Verkehrs soll Sharing im Sinne des Seamless-Mobility-Konzepts ein zentraler Teil der täglichen Mobilität werden. Besonders in den Außenbezirken kann so ein attraktives Angebot zur Bewältigung der letzten Meile hergestellt und eine nachhaltige Mobilitätsgarantie für die Wienerinnen und Wiener sichergestellt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Vielfältig mobil</strong> - Egal ob für den Arbeitsweg, zum Einkaufen oder als Freizeitspaß - Sharing-Systeme sind in vielen Teilen Wiens bereits gut etabliert und verfügbar. Gerade in den Außenbezirken, in denen vielerorts noch attraktive Alternativen zum privaten PKW für die täglichen Wege fehlen, besteht allerdings noch Aufholbedarf. Um die Mobilitätswende in Wien voranzutreiben muss das Angebot an unterschiedlichen und innovativen Sharing- und On-Demand-Mikromobilitätssystemen auch in diesen Bereichen der Stadt ermöglicht und ausgebaut werden. Dadurch können die individuelle Kfz-Abhängigkeit und der Bedarf an Stellplätzen im öffentlichen Raum reduziert werden. Der damit einhergehend gewonnene Stadtraum bietet wiederum ein großes Nutzungs- und Gestaltungspotential.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Mobilität sicher gestalten</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Durch die Vielzahl an unterschiedlichen Mobilitätsformen im urbanen Raum entstehen zahlreiche Konflikte, die im schlimmsten Fall fatal für Verkehrsteilnehmer:innen enden können. Eine intuitive und verzeihende Gestaltung der Infrastruktur kann Konflikte und Unfälle verhindern. Die Stadtplanung muss präventiv und vorausschauend denken, um eine sichere Fortbewegung aller Verkehrsteilnehmer:innen zu gewährleisten:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Sicher mobil</strong> - Verkehrsberuhigte Shared-Spaces mit Priorisierung aktiver Mobilitätsformen sollen ein sicheres Zusammenleben unterschiedlicher Mobilitätsformen im Stadtraum fördern. Auf Hauptverkehrsachsen und vielfrequentierten Routen soll zur Erhöhung der Verkehrssicherheit eine bauliche Trennung der Mobilitätsformen erfolgen. Auf diesen Verkehrswegen soll durch den Ausbau von sicheren Querungsmöglichkeiten und baulich erhöhten Radfahrüberfahrten sowie Fußgängerübergängen die Sicherheit im Straßenraum zusätzlich erhöht werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Umfassende Barrierefreiheit</strong> - Der Stadtraum muss für alle Wienerinnen und Wiener ein attraktiver Ort zum Fortbewegen sein. Daher sind die Grundsätze der Barrierefreiheit und Sozialplanung bei der Stadtgestaltung zu berücksichtigen und einzuhalten. Eine durchgängig barrierefreie Stadt schadet niemandem, aber hilft allen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Kindergerechte Stadt</strong> - In Wien muss es jedem Kind möglich sein, sich selbständig sicher im Straßenraum bewegen zu können. Dies betrifft sowohl Schul- als auch Freizeitwege im Grätzl. Durch Verkehrsberuhigungen wie Tempo 20 im 300-m-Umkreis von Schulen, die Forcierung von autofreien Schulvorplätzen sowie durch die Ausweitung der Wiener Schulstraßen kann Schulwegsicherheit in den Grätzln gefördert werden. Zusätzlich soll durch bauliche Optimierungen wie Gehsteigvorziehungen die Einsehbarkeit und das sichere Überqueren von Kreuzungen verbessert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Altersgerechte Stadt</strong> - Die sichere Mobilität im Alter ist wichtiger Planungsaspekt. Durch bauliche Anpassung wie der Sicherstellung von ausreichend breiten Gehsteigen, Gehsteigvorziehungen an Kreuzungen, der Nivellierung von Gehsteigkanten an Übergängen sowie durch Maßnahmen wie der Verlängerung von Grünphasen an Fußgängerampeln und Verkehrsberuhigung insbesondere im Nahbereich von Betreuungseinrichtungen soll der Stadtraum für fußläufige Wege komfortabler gestaltet werden. Darüber hinaus muss die altersgerechte Stadt in allen Bereichen der Stadtentwicklung Bestandteil einer integrierten Planung sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Citylogistik neu denken</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Weiterentwicklung des städtischen Güter- und Warenverkehrs ist ein wichtiger Baustein für eine klimaneutrale Zukunft. Ein Ziel muss es sein, den urbanen Wirtschaftsverkehr, vor dem Hintergrund der umfassenden Verkehrsberuhigung des Stadtraumes, neu zu denken und auf alternative Systeme umzustellen. Dadurch wird der Stadtraum entlastet und der Wirtschaftsstandort Wien zukunftsfit gestärkt:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Innovation liefert</strong> - Der Diesel-Transporter hat keinen Platz mehr im Wien der Zukunft. Um eine nachhaltige und klimafitte Entwicklung Wiens voranzutreiben, muss auch die Wiener Citylogistik revolutioniert werden. Innovative Systeme und Transportmöglichkeiten wie Elektro- bzw. Wasserstoff-Transporter, Güterbims oder Transportsysteme am Wasser, sollen dabei smarte Alternativen darstellen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Logistik und Gütermobilität weiterentwickeln</strong> - Die klimafitte Weiterentwicklung des städtischen Warenverkehrs betrifft nicht nur die letzte Meile der Warenzustellung, sondern umfasst auch die allgemeine logistische Organisation. Ein Logistikzentrum in Norden Wiens kann dabei eine notwendige Ergänzung sein. So kann eine effiziente, räumlich abgestimmte Auslieferung der Waren koordiniert und das Aufkommen an innerstädtischem Lieferverkehr reduziert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Innovationshub Wien</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Innovationen sind ein Schlüssel für eine vorausschauende und erfolgreiche Stadtentwicklung. Zugleich profilieren sie den Wirtschafts-, Wissenschafts- und Forschungsstandort. Die Stadtentwicklung bildet das Grundgerüst und legt die Rahmenbedingungen fest, in welchem Innovationen florieren und der Standort Wien nachhaltig gestärkt wird:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Urbane Dichte für gute Forschung</strong> - Bei der Förderung von Innovation profitieren Unternehmen und Forschungseinrichtungen von der räumlichen Nähe zueinander in sogenannten Clustern. Hochwertige und zeitgemäße Infrastruktur als harter Standortfaktor stärkt nicht nur bestehende Betriebe, sondern erhöht die Standortqualität bzw. -attraktivität und begünstigt Neuansiedlungen und Neugründungen. Emissionsarme Hochtechnologiebetriebe wie Chiphersteller stehen dabei im Fokus. So kann der Deindustrialisierung des Wirtschaftsstandorts Wien Einhalt geboten werden. Durch die integrierte Planung und Förderung von bestehenden Clustern wie St. Marx oder dem Arsenal sowie durch die räumliche Entwicklung neuer potentieller Cluster werden Synergieeffekte vorangetrieben. Ziel muss es sein, eine ausgewogene Vielfalt an sowohl innovationsfördernden Nutzungen wie Experimentierräumen und Bildungseinrichtungen, als auch an Wohn-, Dienstleistungs- und Freizeitmöglichkeiten herzustellen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Die g&#039;scheite Stadt</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Beste Bildung ist die Startrampe in eine erfolgreiche Zukunft. Zugleich ist hochwertige Bildungsinfrastruktur ein Garant für lebenswerte und prosperierende Grätzl. Die Berücksichtigung von (Weiter-)Bildung und Wissenschaft in der Stadtentwicklungsplanung ist essentiell für die zukunftsgerichtete Weiterentwicklung unserer Stadt:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Platz für Bildung</strong> - Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen sind Paläste für Kinder und Jugendliche und müssen nicht nur über hohe architektonische Qualität, sondern ebenso über ausreichend Freiflächen verfügen. Besonders bei der Entwicklung neuer Stadtteile muss die Planung von Anfang an diese Anforderungen mitdenken. In der Bestandsstadt gilt es, bestehende Freiflächen effizient zu nutzen und gestalterisch hochwertig weiterzuentwickeln.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Raum des Wissens</strong> - Wissen ist allgegenwärtig und muss sich demnach auch im öffentlichen Raum manifestieren. Durch die gezielte Förderung von niederschwelligen Bildungsangeboten, entsprechend gestalteten Flächen für Klassenzimmer im Freien, wissensvermittelnder Kunst- und Kulturprojekten sowie auch durch stationäre Initiativen wie offene Bücherschränke kann der öffentliche Raum unserer Stadt als Raum des Wissens aufgewertet werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Wissen im Diskurs</strong> - Bildung und Wissenschaft leben von einem gegenseitigen Austausch. Dies umfasst besonders den Diskurs untereinander und das gemeinsame Lernen mit- und voneinander. Durch die gezielte Förderung von generationenübergreifenden Projekten, Wissenschaftsprojekten in Kooperation mit den Wiener Universitäten oder wissenschaftlichen Kampagnen, die auch im Raum sichtbar sind, kann ein lebendiger und visionärer Bildung- und Wissenschaftsaustausch in den Wiener Grätzln erreicht werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>G&#039;sundes Grätzl</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Stadtplanung ist Gesundheitsvorsorge. Das hat uns die COVID-19-Pandemie in den letzten Jahren eindrücklich vor Augen geführt. Für eine nachhaltige und vorausschauende Entwicklung Wiens muss es oberstes Ziel sein, die Gesundheitsinfrastruktur effizient und resilient weiterzuentwickeln. Dies darf sich nicht nur auf gesamtstädtische Versorgungseinrichtungen wie Krankenhäuser beschränken, sondern muss in erster Linie in den Grätzln ansetzen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Versorgung vor Ort sicherstellen</strong> - Eine hochqualitative medizinische Primärversorgung vor Ort ist unabdingbar für eine lebenswerte und resiliente Stadt. Lokale Gesundheitszentren in den Wiener Grätzln sollen wohnortnahe Anlaufstellen in allgemein- sowie fachmedizinischen Angelegenheiten darstellen. Besonders in Stadtentwicklungsgebieten muss die Stadtplanung für solche Einrichtungen entsprechende Flächen und Standorte mitdenken und -planen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Gesundheit Raum geben</strong> – Stadtplanerische Maßnahmen haben unmittelbare Auswirkung auf die persönliche Gesundheit und das Wohlbefinden der Wienerinnen und Wiener. Die Möglichkeit eines gesunden Lebens muss im Rahmen der Stadtentwicklung umfassend gefördert werden. Durch ausreichend Raum und ein vielseitiges öffentliches wie privates Angebot an Sporteinrichtungen sowie eine Aufwertung und Ausweitung der Grün- und Freiraumstrukturen kann die allgemeine Gesundheit gefördert sowie auch das seelische Wohlbefinden erhöht werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Urbane Nahrungsmittelerzeugung auf neue Ebenen bringen</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die landwirtschaftliche Nutzung von Ackerflächen ist ein Teil des Wiener Stadtbilds und leistet einen Beitrag zur Nahversorgung der Wienerinnen und Wiener. In einer von zunehmendem Wohnraumbedarf geprägten Stadt entsteht für diese Flächen ein alternativer Nutzungsdruck. Die Lösung muss es hier sein, die urbane Landwirtschaft durch kreative Ideen und Innovationen nachhaltig weiterzuentwickeln und auf höhere Ebenen zu bringen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Innovative Agrarmodelle</strong> - Urbane Landwirtschaft soll sich nicht ausschließlich auf ebenerdige Ackerparzellen beschränken. Durch Innovation und Kreativität kann man die Stadtlandwirtschaft auf neue Ebenen bringen und in weiten Teilen des Stadtgebiets fördern. Gebäude sollen dabei zu landwirtschaftlichen Nutzflächen werden z.B. durch Vertical Farming oder indem Dachflächen für den Anbau genutzt werden. Neben regionalen Produkten vom eigenen Hausdach hat eine solche Nutzung ebenfalls einen Kühlungseffekt für das gesamte Gebäude und wirkt sich positiv auf das Stadtklima aus.</li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><h2>PDF-Datei</h2><iframe class="pdfViewer" src="/lmv_wien_221119/motion/283/embeddedpdf?file=%2Flmv_wien_221119%2Fmotion%2F283%2Fviewpdf%3FsectionId%3D730"></iframe>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 21 Oct 2022 13:17:42 +0000</pubDate>
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