<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><atom:link href="https://antragsschmiede.neos.eu/lmv_tir_191203/feedmotions" rel="self" type="application/rss+xml" />
            <title>Landesmitgliederversammlung Tirol am 03.12.19: Anträge</title>
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                <title>Landesmitgliederversammlung Tirol am 03.12.19: Anträge</title>
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                        <title>Perspektivenwechsel im Tiroler Tourismus</title>
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                        <author>Dominik Oberhofer</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Landesmitgliederversammlung möge folgendes Strategiepapier für den Tiroler Tourismus als Grundlage für politische Entscheidungen in Tirol beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Ökologisch – Nachhaltig – Zukunftsfähig</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Perspektivenwechsel </strong><strong>im Tiroler Tourismus</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Tirol ist Tourismusweltmeister: jährlich 50 Millionen Nächtigungen, 12 Millionen Gäste, am Markt hervorragend positionierte Destinationen, stark im Sommer wie im Winter, alpin wie auch urban. Der Tiroler Tourismus boomt und hat sich in den vergangenen Jahren als Wirtschafts- und Wohlstandsfaktor bewährt. Mehr als 55.000 Beschäftigte arbeiten im Tiroler Tourismus. Jeder dritte Euro wird direkt oder indirekt im Tourismus verdient. Seit über 100 Jahren lebt Tirol von und mit dem Tourismus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Trotzdem nimmt die Tourismusgesinnung der Tirolerinnen und Tiroler jährlich ab. Neue Nächtigungsrekorde können nicht darüber hinweg täuschen, dass immer mehr Menschen das Gefühl haben, nicht vom Tourismus im eigenen Land zu profitieren. Sie fühlen sich von eben diesem Tourismus im eigenen Lebens- und Erholungsraum überrollt, gestört und belästigt. Dazu kommt großes Misstrauen, dass dem Tourismus vor allem in Hinblick auf Umweltzerstörung und Verschmutzung, von immer mehr Menschen entgegen gebracht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Tirol fehlt eine tourismuspolitische Vision. Daran haben auch Strategiepapiere wie „Der Tiroler Weg 2021“, 2015 herausgegeben von Land Tirol, Tirol Werbung, Wirtschaftskammer und dem Verband der Tiroler Tourismusverbände nichts geändert. Die von der Politik geschaffenen Strukturen sind zwar historisch gewachsen, aber starr, intransparent, undemokratisch und geben wenig Antworten auf aktuelle Entwicklungen, Probleme und zukünftige Herausforderungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir NEOS geben mit diesem Papier eine klare Vision und ein Leitbild für den Tiroler Tourismus vor. Mutig wollen wir die aktuellen Fragen im Tourismus angehen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wie reagieren wir auf den Klimawandel?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wie machen wir den Tiroler Tourismus ökologisch und ökonomisch nachhaltiger?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wie schaffen wir höhere volkswirtschaftliche Wertschöpfung?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wie können künftig wieder mehr Menschen in Tirol direkt vom Tourismus profitieren?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>In welchen Regionen braucht es touristisches Wachstum und wo sind wir mit Massentourismus konfrontiert und müssen Grenzen setzen?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Welche touristischen Schwerpunkte wollen wir in welcher Region setzen?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wie stellen wir die Strukturen im Tourismus transparent und zukunftsfähig auf?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wie gehen wir mit Tourismusabgaben und Förderungen um?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wie schaffen wir partizipative Plattformen für Touristikerinnen und Touristiker aber auch für die lokale Bevölkerung?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wie sieht der Tourismusverband der Zukunft aus?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wie und wo entwickeln wir touristische Infrastruktur?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wohin entwickeln sich unsere Skigebiete?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wie und wo wollen wir Tirol vermarkten?</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unsere Vision</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der Tourismus ist für die Menschen da – und nicht umgekehrt. Ein ökologisch verträglicher Tourismus sorgt für ausreichend vorhandene Beschäftigung, nachhaltigen und breiten Wohlstand, Chancengerechtigkeit für Entfaltung von Potentialen und unternehmerische Zukunftsperspektiven im gesamten Land. Wachstum wird nicht mehr rein quantitativ gesehen. Die volkswirtschaftliche Wertschöpfung des Tourismus ist deutlich gestiegen. Statt auf Massentourismus setzt Tirol auf Qualität. Die Menschen haben wieder Vertrauen in den Tourismus. Es herrscht Gestaltungsfreude statt Zukunftsangst.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Die touristischen Ströme verteilen sich ausgewogen über das Land. Authentizität und Regionalität sind keine leeren Worthülsen mehr, sondern bestimmen die touristische Entwicklung und Qualität. Die Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Landwirtschaft funktioniert. Hohe ökologische Standards haben Tirol für eine immer umweltsensiblere Gästeschicht und Bevölkerung attraktiv gemacht. Breite Bevölkerungsschichten sehen den Tourismus nicht mehr skeptisch, sondern profitieren in vielfältiger Weise davon.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Tirol ist ein attraktiver Tourismusstandort und hat sich zu einer Ganzjahresdestination entwickelt. Dies spiegelt sich vor allem in der Beschäftigungsstruktur wieder. </em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Die Standortagentur, Tirol Sports, die Tirol Werbung, die Agrarmarketing und der Verkehrsverbund Tirol arbeiten unter dem Dach der Lebensraum Tirol Holding zusammen. Diese Holding beschäftigt sich nicht nur mit dem Vertrieb und der Bewerbung der Marke Tirol, sondern vor allem auch mit innovativen Infrastrukturprojekten, Mobilität und alpinere Sportkompetenz. Die Bevölkerung wird in Entscheidungen und Projekte partizipativ eingebunden und transparente Strukturen schaffen Vertrauen. </em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Die Tirol Werbung hat sich von den Fernmärkten verabschiedet und neue Schwerpunkte in Mitteleuropa gesetzt. Die Nächtigungen aus den unmittelbaren Nachbarregionen wie dem italienischen Trentino, der Lombardei und Venezien sowie aus Bayern, Baden-Württemberg, aber auch aus der Schweiz haben deutlich zugenommen. Tirol ist beliebtes Urlaubsland der Österreicherinnen und Österreicher.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Die vom Tourismus verursachten Verkehrsprobleme der Vergangenheit wurden als Chance begriffen. Neue schnelle, innovative und unkomplizierte Bus- und Zugverbindungen sorgen dafür, dass ein Großteil der Gäste mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist und Tirol besser vernetzt ist als je zuvor. </em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Die Tourismusabgabe wurde abgeschafft, die heimische Wirtschaft entlastet. Eine Sockelfinanzierung über das Land Tirol und eine einheitliche Nächtigungsabgabe sorgt für finanzstarke Tourismusverbände in den Regionen. Diese Tourismusverbände haben sich zu echten Destinationsmanagern, Dienstleistern und Serviceeinrichtungen für alle entwickelt. Sie bilden die Basis für den aktuellen touristischen Erfolg. Moderne und innovative Infrastruktur wird gleichermaßen von Einheimischen und Gästen genutzt. </em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Die Tiroler Seilbahnwirtschaft hat sich auf den Klimawandel eingestellt und vor allem in den Sommertourismus investiert. Außerdem nützen immer mehr Seilbahnbetriebe Windkraft und sind, trotz stromintensiver Beschneiungsanlagen, energieautonom geworden. Moderne und innovative Infrastruktur wird gleichermaßen von Einheimischen und Gästen genutzt. </em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Das Management Center Innsbruck wurde am neuen Standort ausgebaut und etabliert sich weiter als unternehmerische Hochschule im Herzen Europas. Das touristische Know How wurde akademisiert, Forschung und Wissenschaft liefern Grundlagen für Innovation und Nachhaltigkeit. Top ausgebildete Tourismusmanagerinnen und –manager stehen der Wirtschaft zur Verfügung und sichern die weitere touristische Entwicklung in Tirol.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Tirol verfügt über zwei hervorragende Tourismus-Fachschulen, die gemeinsam mit den Berufsschulen zu echten Berufsbildungszentren ausgebaut wurden. Enge Kooperationen mit verschiedenen Schulen in Mitteleuropa ermöglichen internationales Lernen und eröffnen den jungen Menschen neue Chancen. Dies hat dazu geführt, dass Tirol ein attraktiver Bildungsstandort und Arbeitsplatz für die Tourismusbranche wurde. Arbeitszeitflexibilisierung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, faire Entlohnung und ein lebenswerter Wohnraum haben dazu geführt, dass die junge Generation wieder verstärkt im Tiroler Tourismus Berufschancen ergreift. Dies hat dazu geführt, dass immer mehr Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit im Tourismus wagen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wie schaffen wir das?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Den Tourismus müssen wir dort stärken, wo er für Tirol relevant ist. </em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>So geht liberale und gerechte Tourismus- und Wirtschaftspolitik!</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Fördern nicht mit Förderung gleichsetzen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Die Wirtschaftsförderpolitik der aktuellen Tiroler Landesregierung ist grundsätzlich zu hinterfragen. Landesförderungen werden großzügig verteilt, nur selten wird sich dabei an Nachhaltigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit orientiert.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Während das Bundesland Wien im Jahr 2018 knapp 95 Millionen Euro an Wirtschaftsförderungen ausgeschüttet hat, gab Tirol im selben Zeitraum 202 Millionen Euro aus. Vor allem im Tourismus versucht die Landesregierung durch großzügige Förderungen zu unterstützen: bei Kleinst- &amp; Kleinskigebieten, regionalen Tourismusprojekten im Tiroler Oberland, Außerfern und in Osttirol. Diese Politik erachten wir als wenig nachhaltig. Nur selten werden nachvollziehbare Effekte damit erzielt. Seit Jahrzehnten wird gefördert, eine Überprüfung der wirtschaftlich nachhaltigen Effekte bleibt aber aus.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Grundsätzlich sind wir NEOS der Ansicht, dass die beste Wirtschaftsförderung im Abbau von Bürokratie und in der Senkung von Steuern und Abgaben zu sehen ist. Wir wollen nicht Millionenförderungen für einzelne ausgesuchte Betriebe, sondern bessere und faire Bedingungen für alle. Davon profitieren vor allem kleinstrukturierte Familienbetriebe. </em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Abschaffung der Tourismusabgabe</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>In Tirol wird allen Unternehmerinnen und Unternehmern die Tourismusabgabe verpflichtend vorgeschrieben. Gesamt hat diese Abgabe 2018 knapp 128 Millionen Euro Einnahmen für das Land beschert.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Mit rund 72.000 Bescheiden, 22.000 Mahn- und Erinnerungsschreiben sowie 4.400 Exekutionen jährlich verursacht die Tourismusabgabe einen gewaltigen bürokratischen Aufwand in der Landesverwaltung – alleine dafür belaufen sich die Kosten auf 4,8 Millionen Euro jährlich.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Dieses System ist ungerecht und wettbewerbsverzerrend: Es leisten zwar alle Unternehmerinnen und Unternehmer in Tirol Tourismusabgabe, jedoch die Hauptprofiteure des Tiroler Tourismus – Buchungsplattformen wie „booking.com“ oder „airbnb“ – die Millionen an Kommissionszahlungen aus dem Tiroler Tourismus erzielen, tragen keinen einzigen Cent dazu bei. </em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Es kann nicht sein, dass Fahrschulen oder Bestattungsunternehmen Tausende Euro Tourismusabgabe zahlen, nachweislich kaum vom Tourismus in Tirol profitieren, jene aber, die Hauptnutznießer des Tourismus sind, keinen Beitrag leisten.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Dass die Tourismusverbände sowie die Tirol Werbung auch künftig ausreichend finanziert werden müssen, steht für uns NEOS außer Frage. Aber: Die Abgabenstruktur muss überdacht werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Mit einer Änderung des Tiroler Tourismusgesetzes wollen wir die Finanzierung der Tourismusverbände und der Tirol Werbung komplett auf neue Beine stellen. Einerseits muss es Ziel sein, die gesamte Tiroler Wirtschaft zu entlasten, andererseits aber unbedingt zukunftsfähige Strukturen in der Tourismusfinanzierung zu ermöglichen. </em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Erster notwendiger Schritt ist es, die Tourismusabgabe abzuschaffen. Damit verbunden sind massive Einsparungen in der Verwaltung (4,8 Millionen Euro jährlich) und ein Abbau von Bürokratie. Im Gegenzug kürzen wir die Tiroler Wirtschaftsförderungen massiv um zumindest 50 Millionen Euro jährlich. Dieses Geld verwenden wir </em><em>als Sockelfinanzierung der Tourismusverbände. Pro abgabenpflichtiger Nächtigung sollen den Tourismusverbänden künftig 1,5 Euro vom Land Tirol zur Verfügung gestellt werden. Dieser Betrag soll sich am Verbraucherindex orientieren und jährlich angepasst werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Die Ungerechtigkeit der Förderungspolitik der Landesregierung wäre damit eingeschränkt, das Bürokratiemonster Tourismusabgabe beseitigt, Ungerechtigkeiten wer Tourismusabgabe zahlt und wer nicht gelöst und die Tiroler Wirtschaft nachhaltig mit 128 Millionen Euro jährlich entlastet. </em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einheitliche Nächtigungsabgabe für mehr Chancengerechtigkeit</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Die Tourismusabgabe ist jedoch nur ein Teil aus dem sich die Tourismusverbände finanzieren. Der andere Teil kommt über die jeweilige Nächtigungsabgabe herein. Jeder Gast zahlt diese pro Übernachtung in Tirol an den jeweiligen Tourismusverband. </em><em>Obwohl diese Abgabe von der Landesregierung verordnet wird und die jeweilige Vollversammlung des Tourismusverbandes eine unverbindliche Empfehlung über die Höhe abgeben kann, gibt es keine tirolweit einheitliche Regelung. </em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Gründe dafür sind, dass sich die Tourismusverbände im wirtschaftlich nicht sehr touristisch geprägten Inntal hauptsächlich über die Tourismusabgabe finanzieren und mit einer günstigen Nächtigungsabgabe die wenigen Tourismusbetriebe quer-finanzieren, während in den Tourismushochburgen die Gäste mit hohen Nächtigungsabgaben die eigenen Tourismusverbände finanzieren. </em><em>Beispielsweise verfügt der Tourismusverband Silberregion Karwendel mit 2 Millionen Euro (2017), über die Hälfte des Budgets vom Tourismusverband Achenseetal mit knapp 4 Millionen Euro (2017).</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Im Moment profitieren von der Tourismusabgabe nicht diejenigen für welche die Verwendung ursprünglich vorgesehen war. Beispielsweise zahlt der Seilbahnbauer Leitner in Telfs hohe Tourismusbeiträge, welche aber nicht dem Ötztal-, Zillertaltourismus usw. zur Verfügung stehen, sondern im Ortsbudget Telfs versickern und die örtlichen Tourismusbetriebe mit einer niedrigen Nächtigungsabgabe quer-finanziert werden – eine generelle regionale Ungleichbehandlung. </em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Dieses System ist ungerecht und wettbewerbsverzerrend. Es führt dazu, dass tourismusstarke Tourismusverbände verhältnismäßig deutlich weniger Budget zur Verfügung haben und höhere Nächtigungsabgaben verlangen müssen. Es ist auch den Gästen nicht zumutbar, dass sie in unterschiedlichen Regionen – teilweise sprechen wir hier von Nachbarorten – unterschiedlich hohe Nächtigungsabgaben zahlen müssen. </em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Das wollen wir ändern und fordern daher eine einheitliche Nächtigungsabgabe für Tirol in Höhe von 2,50 Euro. Diese soll gleichzeitig alle vier Jahre vom Land Tirol Index angepasst werden, während die gesamte Wirtschaft über eine Senkung der Tourismusabgabe entlastet werden soll. Natürlich würden dadurch die Nächtigungsabgaben teilweise erhöht, da es in Tirol im Jahr 2018 noch Tourismusverbände gibt, die tatsächlich nur 0,70 Euro Nächtigungsabgabe vorschreiben. Die Beherbergungsbetriebe müssten aber im Gegenzug auch keine Tourismusabgabe mehr leisten.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Demokratische Strukturen schaffen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bisher sind alle Unternehmerinnen und Unternehmer in Tirol durch das Leisten der Tourismus“zwangs“abgabe Pflichtmitglied im jeweiligen Tourismusverband und daher stimmberechtigt. Das Kurienwahlrecht unterteilt die gesamten Mitglieder in drei Gruppen: Je nachdem wieviel Tourismusabgabe ein Unternehmen bezahlt, findet es sich in einer der drei Beitragsgruppen wieder. Nachdem die Beitragshöhe der Tourismusabgabe ein Promillesatz des Umsatzes ist und daher große Unternehmen mit höheren Beiträgen ein höheres Stimmgewicht haben, ist diese Struktur unfair und undemokratisch. Dieses Kurienwahlrecht gibt es nur noch bei den Tourismusverbänden in Tirol – es sorgt für Filz und Machterhalt der Mächtigen!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Würden wir die Tourismusabgabe abschaffen, sind automatisch nur mehr Beherbergungsbetriebe Mitglied im jeweiligen Tourismusverband und all diese Beherbergungsbetriebe wären mit einer Stimme dort vertreten. Jede einzelne Stimme wiegt dann gleich viel, nach dem Motto: „one man, one vote“. Ob nun der/die Privatzimmervermieter/-vermieterin oder Großhoteliers - jede/r ist mit einer Stimme vertreten, damit schaffen wir demokratische Strukturen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>So stärken wir die Fachkompetenz, die strategische Ausrichtung, vor allem aber das Know How in einem Verband, wenn zukünftig DIE entscheiden, die in der Branche auch tatsächlich verankert sind. Darüber hinaus kommen so auch die Schwächsten endlich zum Zug – kleine Beherbergungsbetriebe haben das Recht mitzubestimmen und mit unserem Konzept auch endlich die Chance dazu, mit ihrer Stimme tatsächlichen Einfluss auf Entscheidungen zu nehmen. Kleinstrukturierte Betriebe fühlen sich in diesem Konstrukt wieder ernst genommen, partizipieren mit Freude an der Arbeit des Tourismusverbandes und damit werden nicht mehr alle Entscheidungen von einigen wenigen Großunternehmen diktiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Tourismusverbände neu denken</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gesamt stehen nach NEOS-Finanzierungskonzept den Tourismusverbänden mit Sockelfinanzierung und Nächtigungsabgabe pro Abgabenpflichtiger Nächtigung 4,00 Euro an Budget zu Verfügung. Das schafft transparente Finanzstrukturen, erleichtert die Budgeterstellung und garantiert durch die Indexierung steigende Einnahmen für die Tourismusverbände (bei gleichbleibenden Nächtigungszahlen). Zudem kommt das Geld garantiert bei Tourismusverbänden nächtigungsstarker Regionen an (siehe Statistik im Anhang). Dabei ist es uns wichtig, darauf hin zu weisen, dass die Hauptprofiteure die Tourismusverbände im Tiroler Oberland, dem Außerfern, dem Unterland und im Zillertal sind. Denn dort haben wir es im Tourismus hauptsächlich mit Nächtigungsgästen und nicht mit Tagestourismus zu tun. Tagestourismus stellt gerade in der Inntalfurche die Städte Innsbruck, Hall, Kufstein etc. vor große Herausforderungen. Daher sind wir NEOS der Meinung, dass man aufgrund des damit verbundenen Verkehrsaufkommens und der nachweislich geringen Wertschöpfung verstärkt auf Nächtigungsgäste setzen soll. Ziel muss es also sein, durch den jeweiligen Tourismusverband entsprechende Anreize zu schaffen, um Nächtigungen zu forcieren und Aufenthalte zu verlängern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch in Zukunft soll ein Tourismusverband über eine professionelle Geschäftsführung geführt und weiterhin vom jeweiligen Aufsichtsrat kontrolliert werden. Für die Person des Tourismusobmannes (-frau) sehen wir keine Daseinsberechtigung. Die Organe des Tourismusverbandes sollen zukünftig nur die Vollversammlung und der Aufsichtsrat sein. Außerdem braucht es keine Vertreter_innen der Gemeinden in den Aufsichtsräten, stattdessen wird dieser demokratisch gewählt. Die Leitung des Tourismusverbandes und dessen Vertretung nach außen, soll zukünftig einzig und allein die Aufgabe der Geschäftsführung sein. Den Vorsitz in der Vollversammlung soll der Aufsichtsrat übernehmen, ebenso wie die Überwachung der Geschäftsführung. Da es sich bei der Nächtigungsabgabe um eine tirolweite Abgabe handelt die die Tiroler Landesregierung verordnet, müssen die Tourismusverbände zukünftig auch vom Landesrechnungshof geprüft und kontrolliert werden und sind nicht mehr nur der Abteilung Tourismus auskunftspflichtig. Es ist dringend notwendig transparente Mittelverwendung in den Verbänden zu garantieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Tourismusverbände in der Inntalfurche und dem Wipptal (Innsbruck und seine Feriendörfer, Kufsteinerland, Imst Tourismus, Silberregion Karwendel, Wipptal, Region Hall/Wattens und Tirol West) gehören zu einem schlagkräftigen Verband zusammengeschlossen. Dieser TVB hätte jährlich knapp sechs Millionen Nächtigungen und über 25 Millionen Euro Budget. Somit wäre er der mit Abstand größte Tourismusverband in Tirol. Wir sind davon überzeugt, dass dadurch die Professionalität gesteigert wird und sich somit Chancen ergeben um neue Potentiale für touristisch relativ schwach entwickelte Regionen zu fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Regionen des Inn- und Wipptales verbindet, dass sie über viele Städte mit historischem Erbe verfügen, viele Tagestouristen anziehen und zusätzlich viele durchreisende Gäste Aufgrund der Nähe zur Autobahn haben. Diese Gästestruktur unterscheidet sich signifikant vom Rest Tirols. Zusätzlich ist dort der Sommertourismus stärker als der Wintertourismus. Aus diesen Gründen glauben wir, dass es sinnvoll ist, wenn man einen großen schlagkräftigen Verband gründet, der mehr auf Kulturtourismus, Geschäftsreisende, Seminar- und Kongresstouristen setzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zukünftig gäbe es maximal 27 Tourismusverbände, wobei wir uns grundsätzlich weitere Fusionen von Tourismusverbänden gerade in den Tiroler Tälern und im Tiroler Unterland wünschen würden. Idealerweise gäbe es langfristig nur mehr 20 Tourismusverbände bzw. Destinationen tirolweit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Tourismusverband der Zukunft definiert sich als, Servicestelle und Dienstleistungsunternehmen für seine Mitglieder, vor allem aber für Gäste und einheimische Bevölkerung. Starke Regionen werden durch Spezialisierung zu erfolgreichen Marken und sind damit Grundlage für den ansteigenden Erfolg im Tiroler Tourismus. Hier hat sich in den vergangenen Jahren sehr viel entwickelt. Sowohl die Fusionierungen als auch die Spezialisierung einzelner Regionen hat sich bewährt und soll weiter betrieben und gefördert werden. Langfristig sollen sich die Tiroler Tourismusregionen zu starken Destinationen mit jeweils klar definierten Eigenmarken entwickeln. Wir NEOS stehen hinter starken Tiroler Marken, wie Kitzbühel, St. Anton, Seefeld, Fiss-Serfaus-Ladis, Stubaital, Osttirol, Ötztal etc.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Tiroler Tourismusgesetz definiert die Aufgaben eines Tourismusverbandes deutlich:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>siehe Anhang</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dazu haben NEOS zwei Ergänzungen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Zum einen muss die Online-Bewerbung und der Vertrieb von Nächtigungsangeboten im Tiroler Tourismusgesetz vorgeschrieben werden – jeder Tourismusverband verfügt über eine Internetpräsenz – dort muss ein Angebot seitens des Tourismusverbandes geschaffen werden, dass nicht nur Nächtigungsbetriebe online buchbar sind, sondern auch Zusatzleistungen angeboten werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Weiteres erscheint die Mitwirkung im Verband der Tiroler Tourismusverbände obsolet. Schließlich verschlingt dieser Verband zwar Mitgliedsbeiträge und unterhält eine eigene Geschäftsstelle, stiftet jedoch keinen nennenswerten Nutzen. Die Tourismusverbände sollten sich eigentlich unter dem Dach der Lebensraum Tirol Holding zusammen finden. Diese teure doppelgleisige Struktur gehört abgeschafft.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine besondere Herausforderung stellt die Digitalisierung der Tourismusverbände dar. Zukünftig muss es möglich sein von der Anreise über den Aufenthalt bis zu Dienstleistungen (Skitickets, Theaterkarten, Sportkurse etc.) über die Homepage der TVBs online zu buchen. Dazu wird eine engere Zusammenarbeit mit der Lebensraum Tirol Holding nötig sein, diese soll insbesondere in der Digitalisierung ihre Agenden ausweiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der Vergangenheit wurden die Tourismusverbände immer mehr von den finanzschwachen Gemeinden für Infrastruktur Projekte herangezogen. Da wir der Meinung sind, dass größere Investitionen in die Infrastruktur ohnehin eine Aufgabe der neugeschaffenen Lebensraum Tirol Holding sein sollten, sehen wir zukünftig eine klare Abgrenzung vor: Ein Tourismusverband darf an keinen Infrastrukturprojekten (Schwimmbäder, Seilbahnen, Museen etc.) beteiligt sein. Wir sehen es auch nicht als Aufgabe eines Tourismusverbandes Förderungen an genannte Unternehmungen zu leisten. Sehr wohl ist die Instandhaltung von Wanderwegen, Langlaufloipen, Spielplätzen und anderen, unter freiem Himmel, von Einheimischen und Gästen gleichermaßen kostenlos nutzbaren Einrichtungen, eine Kernaufgaben des Tourismusverbandes.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Klares Bekenntnis zum Tiroler Seilbahn- und Skigebietsprogramm</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Tirol verfügt derzeit über 79 Skigebiete, davon besitzen zehn Großraumskigebiete über 100 Pistenkilometer, lediglich drei Skigebiete liegen zwischen 50 und 100 km und 65 Skigebiete weißen weniger als 50 Pistenkilometer auf. Tirols Skigebiete zählen europaweit zu den innovativsten und qualitativ hochwertigsten. Sie sind das Triebwerk der Konjunktur im Wintertourismus und seit geraumer Zeit auch die im Sommer erfolgreich. Deren Bestand und qualitative Weiterentwicklung sind uns ein großes Anliegen. Wir unterstützen das Tiroler Seilbahn- und Skigebietsprogramm und sind gegen Neuerschließungen von Skigebieten. Sinnvolle Zusammenschlüsse werden unterstützt, wenn der jeweilige vorgeschriebene Verfahrensweg (inkl. Umweltverträglichkeitsprüfung) positiv abgeschlossen werden kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grundsätzlich sprechen wir uns gegen jegliche Form von Förderungen von Skigebieten aus. Daher lehnen wir auch das Infrastrukturförderungs-Programm der Tiroler Landesregierung für Kleinst- und Kleinschigebiete inhaltlich ab. Eine Ausnahme bilden Förderungen von Kleinstskigebiete mit einer maximalen Pistenlänge von 1.000 Pistenmetern. Für diese können wir uns einmalige Förderungen bei Investitionen von max. 20.000 Euro pro Kleinstskigebiet vorstellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es darf nicht Aufgabe der öffentlichen Hand sein, Skigebiete zu Besitzen und/oder zu betreiben. Wir lehnen es ab, dass sich immer mehr Gemeinden an Skigebieten beteiligen oder diese zur Gänze übernehmen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die öffentliche Hand hier nur defizitäre Anlagen betreibt und sich das Geschäftsergebnis auch nicht mit Investitionen verbessert. Genau das Gegenteil ist der Fall. Privaten Skigebietsbetreibern entsteht so, von der öffentlichen Hand finanzierte, Konkurrenz. Das ist wettbewerbsverzerrend und unserer Meinung auch nicht in Einklang mit geltenden Europäischen Recht zu bringen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einer grundsätzlichen Diskussion ob bestehende Skigebiete, aufgrund der Klimaerwärmung, rückgebaut werden, wird sich Tirol stellen müssen. Langfristig werden keine 79 Skigebiete in Tirol überleben. Das ist uns bewusst und wir sehen hier vor allem die Öffentliche Hand (Gemeinden und Land Tirol) in der Verantwortung, diesen Rückbau auch zu ermöglichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir bedauern es sehr, dass in der Vergangenheit die Windkraft nicht in Tiroler Skigebieten zur Energiegewinnung eingesetzt wurde. Das Land Tirol hat einige Modelversuche nicht genehmigt. Wir unterstützen ausdrücklich den Einsatz von Windkraft in Skigebieten und verweisen auf mehrere Studien dazu (siehe Anhang). Skigebiete sind aufgrund der Seilbahnen und Beschneiuungsanlagen besonders Energie intensiv. Der Einsatz von Windenergie kann dazu führen, dass die ökologische Bilanz von Skigebieten deutlich verbessert werden kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir bekennen uns dazu, dass Wintersport wie in der Gesamttouristischen Ausrichtung Qualität vor Quantität stehen muss, dies bedingt das Skifahren kein Dumpingsport ist und deshalb Skitickets einen dementsprechenden Preis haben müssen. Wir begrüßen ausdrücklich, dass sich die Skigebiete Tirols, einer großen sozialen Verantwortung bewusst sind und mit den verschiedenen Saisonskarten (SnowCard Tirol, Freizeitticket, RegioCard) ein attraktives Angebot für die einheimische Bevölkerung offerieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Hauptaugenmerk der kommenden Jahre muss auf einem öffentlichen Verkehrssystem zu den Skigebieten liegen, damit man das Verkehrschaos in den Griff bekommt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Privatzimmervermieter</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die für die Beherbergung von Fremden als häusliche Nebenbeschäftigung (Privatzimmervermietung) geltenden Gesetzesnormen in Tirol stammen aus dem Jahr 1959, dies führt dazu, dass durch die touristische Entwicklung, die gelebte Realität weit vom Privatzimmervermietungsgesetz abweicht. So müssten nach den bestehenden Regelungen die zu vermietenden Wohnräume Bestandteil der Wohnung sein. Des Weiteren dürfen mit der Beherbergung verbundenen Dienstleistungen nur durch die gewöhnlichen Mietglieder des Hausstandes des Vermieters erledigt werden. Diese Anforderungen sind aus unserer Sicht nicht mehr zeitgemäß.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind davon überzeugt, dass ein breiterer Teil der Bevölkerung vom Tourismus profitieren soll. Daher muss der Betrieb von Ferienwohnungen mit maximal 20 Betten im Rahmen der Privatzimmervermietung auch ohne Gewerbeanmeldung möglich sein. Zusätzlich sollen auch touristischen Dienstleistungen und die Anstellung einer Arbeitskraft ohne Gewerbeanmeldung möglich sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Privatzimmervermietung mittels Airbnb sehen wir als positiv und innovativ an. Für uns stellt Airbnb keine Kriminalisierung dar, dennoch befürworten wir die im Oktober-Landtag beschlossene Novelle der Bauordnung, welche unter anderem eine Anzeige- und Registrierungspflicht für Aribnb Vermieter beinhaltet. So sind Vermieter künftig verpflichtet, gegenüber dem jeweiligen Tourismusverband entsprechende Meldungen vorzunehmen und sich zu registrieren. Für uns ist daher wichtig, dass Tourismusverbände auf die Vermieter zugehen und diese über die Neuerungen informieren. Die Registrierungskontrolle soll neben den Tourismusverbände durch die jeweiligen Bezirkshauptmannschaften erfolgen. Selbstverständlich darf eine Wohnung nur vermietet werden, wenn alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. So sind Mieter oder Besitzer einer Wohnung, in einem Wohnungskomplex, nicht berechtigt die Wohnung über Aribnb zu vermieten, außer sämtliche Hausbewohner stimmen der Vermietung zu.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Freizeitwohnsitze</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stehen für eine rigorose Kontrolle von Freizeitwohnsitzen, daher ist es uns wichtig, dass diese Kontrolle lückenlos vorangetrieben wird. Um dies gewährleisten zu können fordern wir eine neue Abteilung des Landes Tirols, welche sich mit diesen Agenden beschäftigt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Tourismus begrenzen – Regionen stärken</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Chaletdörfer und Investitionsmodelle nur in tourismusschwache Regionen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Anreise der Gäste mit den öffentlichen Verkehrsmitteln mehr fokussieren. So soll die Anreise mit dem Zug wie bspw. nach St. Anton in alle größeren Regionen möglich sein. Als Musterbeispiel soll uns Zermatt und Sass-Fee (autofrei) dienen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Um öffentliche Verkehrsmittel zu fördern braucht es mehr Direktzüge oder Direktshuttle in die Skigebiete</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Der Fokus auf unsere Nachbarländer ermöglicht eine klimafreundliche Strategie</li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><h2>PDF-Upload</h2><iframe class="pdfViewer" src="/lmv_tir_191203/Perspektivenwechsel_im_Tiroler_Tourismus-43951/embeddedpdf?file=%2Flmv_tir_191203%2FPerspektivenwechsel_im_Tiroler_Tourismus-43951%2Fviewpdf%3FsectionId%3D265"></iframe>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 04 Nov 2019 16:33:00 +0000</pubDate>
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                        <title>Budget 2020 NEOS Tirol</title>
                        <link>https://antragsschmiede.neos.eu/lmv_tir_191203/Budget_2020_NEOS_Tirol-17747</link>
                        <author>Landesteam Tirol (Landesteam Tirol)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Budgetvoranschlag für das Jahr 2020 wird der LMV zur Beschlussfassung<br>
vorgeleg</p></div></div><h2>Begründung</h2><h2>PDF-Upload</h2><iframe class="pdfViewer" src="/lmv_tir_191203/Budget_2020_NEOS_Tirol-17747/embeddedpdf?file=%2Flmv_tir_191203%2FBudget_2020_NEOS_Tirol-17747%2Fviewpdf%3FsectionId%3D269"></iframe>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 04 Nov 2019 07:28:00 +0000</pubDate>
                    </item></channel></rss>