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  1. MV am 10.10.2026
  2. Antrag von Mitgliedern
  3. Änderungsantrag

Ä5NEU zu Ein sicheres Österreich in einem wehrhaften Europa

Antrag: Ein sicheres Österreich in einem wehrhaften Europa
Antragsteller_in: Gustav Gressel
Status: Angenommen
Eingereicht: 06.10.2026, 21:54

Antragstext

Von Zeile 133 bis 140:

ideologiefreie Debatte über seine Rolle im europäischen Verbund. Österreich nimmt jedenfalls dort vollinhaltlich teil,Dort wo europäische und partnerschaftliche VerteidigungÖsterreich heute organisiert wird:an gemeinsamen Verteidigungskooperationen teilnimmt, - in der Ständigen Strukturierten Zusammenarbeit (Permanent Structured Cooperation, PESCO), dem Europäischen Verteidigungsfonds (EDF), dem European Defence Industry Programme (EDIP), der European Sky Shield Initiative (ESSI), der Initiative für militärische Mobilität sowie in Missionen und Übungen im Rahmen der NATO-Partnerschaft für den Frieden (PfP) - soll dies künftig vollinhaltlich und ohne Vorbehalte erfolgen. Dasselbe gilt für die European Sky Shield Initiative (ESSI). Österreich wird sich in diesen europäischen Projekten uneingeschränkt einbringen und sie aktiv mitgestalten. Ein falsches Neutralitätsverständnis darf nicht zum Hemmschuh der verteidigungspolitischen Integration Österreichs innerhalb Europas werden.

Begründung

Der Absatz ist inhaltlich nicht korrekt. Europäische und partnerschaftliche Verteidigung Europas wird im Rahmen des NATO Defence Planning Process geplant https://www.nato.int/en/what-we-do/introduction-to-nato/nato-defence-planning-process und dann durch die jeweiligen Verteidigungsministerien der NATO Mitgliedstaaten umgesetzt. Österreich ist da nicht dabei, weil es nicht Teil der NATO ist. EDIP und EDF sind aus Sicht unserer Nachbarn supplementäre Programme, um die Erreichung der NATO Planungsziele günstiger und unter Synergieeffekten zu erreichen. Aber was sind Österreichs Ziele? Sollen wir uns weiterhin daran orientieren ein paar symbolische Beiträge für den Kosovo oder Bosnien bereitzustellen? Oder geht es bei „europäische und partnerschaftliche Verteidigung“ um mehr? Auch nimmt Österreich an diesen Formaten nur unter Neutralitätsvorbehalten und selektiv nur an wenigen Programmen teil. PfP ist mittlerweile irrelevant, da es jedem Staat frei steht, ein individuelles Kooperationsabkommen mit der NATO zu schließen, egal ob in PfP oder nicht. Das „Berlin+“ Abkommen hat bereits festgelegt dass die EU sowohl für Einsätze als auch Rüstungsvorhaben NATO Standards übernimmt. Tiefere Diskussionen um digitale Interoperabilität wird die NATO auch nicht im PfP Rahmen führen, sondern in selektiven Formaten mit Partnern, die daran interessiert sind (Japan, Australien, Neuseeland, Südkorea, um einige zu nennen).

Kommentare

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Das Kommentieren ist möglich: von 16.09.2026, 10:00 bis 23.09.2026, 09:59
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